Argentiniens Paredes attackiert Spanier nach WM-Finale – Rote Karte
Paredes attackiert Spanier nach WM-Finale – Rote Karte

Hässliche Szenen unmittelbar nach dem Schlusspfiff: Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes hat sich nach der 0:1-Niederlage im WM-Finale gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Direkt nach Abpfiff lief Paredes auf Spaniens Eric Garcia zu, griff ihn an die Gurgel und schubste ihn weg. Als Spaniens Gavi hinzukam, packte Paredes diesen am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und rang ihn zu Boden. Gavi versuchte aufzustehen, wurde vom Argentinier jedoch unsanft daran gehindert und erneut umgeschubst.

Paredes stand schon während des Spiels kurz vor dem Platzverweis

Paredes stand bereits während der Partie mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis. Nach dem Erhalt der Gelben Karte gab es weitere fragwürdige Aktionen des Argentiniers. Die beiden Aktionen nach dem Abpfiff sorgten schließlich dafür, dass der Boca-Juniors-Spieler glatt Rot sah. In den kommenden Tagen dürfte die Fifa-Disziplinarkommission das Strafmaß festlegen. Gavi fiel bei der Rangelei mit Paredes kurz nach Abpfiff des WM-Finales zu Boden.

Experten und Ex-Nationalspieler kritisieren Paredes scharf

Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme sagte als Expertin bei MagentaTV: „Bei Paredes sind da die Sicherungen durchgeknallt nach Spielende.“ Thomas Müller ergänzte, er selbst habe sich in ähnlichen Situationen immer mehr aufs Debattieren konzentriert, „da meine Stärken nie im Nahkampf lagen“. Magenta-Spielkommentator Wolff Fuss sagte bereits zuvor während der Spielübertragung bei der Wiederholung der Rangeleiszene: „Paredes … Das ist einfach einen drüber, bei allem Verständnis für Enttäuschung.“

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Fußballwelt reagiert auf Ausraster von Paredes

Der 1990-Weltmeister Lothar Matthäus resümierte nach dem WM-Spiel der Argentinier bei „Bild“: „Das hat für mich mit Fußball nichts zu tun.“ Er ergänzte hinsichtlich der ruppigen Spielart der Südamerikaner: „Sie wollten ein 0:0 über die Zeit retten und ins Elfmeterschießen gehen. Es war für mich ein langweiliges Endspiel.“ Dass es nach dem Schlusspfiff rund um Paredes zu einem Handgemenge kam, enttäuschte Matthäus: „Man hat gesehen, dass die Argentinier schlechte Verlierer sind. Ich als großer Fan von Argentinien war nicht nur sportlich enttäuscht, sondern vor allem über ihr Verhalten.“

Kramer: „Jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen!“

ZDF-Experte und 2014-Weltmeister Christoph Kramer sagte: „Das darf nicht passieren.“ Er kritisierte grundsätzlich den Auftritt der Argentinier: „Heute und auch schon während des Turniers haben sie den Bogen ein bisschen überspannt.“ In puncto Vorbildfunktion betonte Kramer: „Das WM-Finale gucken unheimlich viele Jugendliche und Kinder. Jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen!“

Wayne Rooney und Joe Hart verurteilen das Verhalten

Der frühere England-Stürmer Wayne Rooney meinte, derartige Szenen nach der Partie seien „peinlich“. Paredes sei eigentlich besser als dort zu sehen. Auch Englands ehemaliger Nationaltorhüter Joe Hart fand harsche Worte und bezeichnete den Ausraster von Paredes als „widerwärtiges Verhalten“. Die „Three Lions“ hatten die Himmelblauen bereits kurz nach ihrem Zusammentreffen im Halbfinalduell für eine unfaire Spielweise kritisiert.

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