Spahn-Rücktritt: Leser fordern Mandatsabgabe
Der Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef nach Berichten über seine Leihmutterschaft sorgt für Empörung bei den Lesern der Berliner Morgenpost. Viele fordern, dass Spahn auch sein Bundestagsmandat niederlegen soll. Klaus P. Jaworek schreibt: „Wenn Spahn noch etwas von einem verantwortungsvollen und pflichtbewussten Ehrgefühl in sich spüren sollte, dann müsste er auch sein Bundestagsmandat auf der Stelle in die Tonne treten; genau das wäre er den vielen Menschen schuldig, die ihn einst in den Bundestag gewählt haben!“
Selbstkritik vermisst: Spahn an sich selbst gescheitert
Rasmus Ph. Helt stimmt der Analyse von Melanie Amann zu und betont: „Jens Spahn ist am Ende vor allem an sich selbst gescheitert, wovon insbesondere das kurze offizielle Rücktrittsschreiben an seine Fraktionskollegen zeugt, in dem jedes Wort von Selbstkritik fehlt.“ Er habe dem Ansehen des demokratischen Gemeinwesens schweren Schaden zugefügt, indem er den Eindruck vermittelte, man könne sich mit Geld und Netzwerken über Gesetze hinwegsetzen. Die Union solle bei der künftigen Auswahl der Fraktionsvorsitzenden stärker auf Werte achten.
Spahn als „Ich-AG“: Schaden für Partei und Volk
Dr. Hans-Jürgen Hess kritisiert Spahn scharf: „Wenn auf einen Politiker der Schwur ‚…zum Wohle des Deutschen Volkes‘ nicht zutrifft, dann ist es Jens Spahn. Nur wenige Politiker haben ihr politisches Mandat so konsequent missbraucht wie Spahn. Nicht umsonst wird er auch als ‚Ich-AG‘ bezeichnet.“ Mit fragwürdigem Finanzgebaren, Investitionsentscheidungen und Affinität zum rechten Spektrum habe er seiner Partei und dem deutschen Volk geschadet. Er fragt, warum die CDU gemeinsam mit Friedrich Merz Spahn so lange mitgetragen habe.
Leihmutter-Aktion zur Unzeit vor Landtagswahlen
Dr. Reiner Neumann ergänzt: „Mit der Leihmutter-Aktion schadet Herr Spahn nicht nur seiner Partei, sie kommt so kurz vor den Landtagswahlen auch absolut zur Unzeit. Nach gravierenden Fehlentscheidungen bei der Maskenbeschaffung, der peinlichen Immobilien-Affäre und dem Missmanagement bei der Richterwahl jetzt diese Taktlosigkeit.“
SPD in der Krise: Leser zeigt sich desillusioniert
Thomas Pricker, SPD-Wähler seit 1972, äußert sich enttäuscht: „Als SPD-Wähler bin ich inzwischen reichlich desillusioniert, was die amtierenden SPD-Politiker betrifft.“ Er lobt jedoch zwei Parteimitglieder mit Migrationshintergrund, die konkrete Pläne für eine Erneuerung vorgelegt hätten. Pricker fürchtet, rosigere Verhältnisse nicht mehr zu erleben, wenn sich nicht schneller etwas ändere.
E-Scooter: Forderungen nach Verbot und strengeren Regeln
Joachim Jeserig kritisiert die E-Scooter-Problematik: „Wann geht den Verantwortlichen endlich das Licht auf, das Fachleute angezündet haben? Wir brauchen diese Dinger nicht.“ Er fordert, dass Betreiber zu Abstellflächen verpflichtet werden und herumliegende Scooter mit saftigen Strafen belegt werden. Ein Befähigungsnachweis werde nicht helfen. „Diese Scooter sind einfach nur unnütz.“



