Der SC Freiburg muss nach dem Platzsturm im Europa-League-Halbfinale gegen Sporting Braga mit einer harten UEFA-Strafe rechnen: Ein internationales Heimspiel unter Ausschluss der Fans wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich verhängte die Europäische Fußball-Union eine Geldstrafe von 30.000 Euro, wie die UEFA mitteilte. Der Verein muss somit vorerst kein Geisterspiel austragen, bleibt aber bei einem weiteren Verstoß in der Bewährungszeit mit einem kompletten Zuschauerausschluss bedroht.
Historischer Erfolg mit Folgen
Am 8. Mai hatten die Freiburger mit einem furiosen 3:1-Sieg im Rückspiel gegen Sporting Braga den Einzug ins Europa-League-Finale perfekt gemacht. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr: Hunderte Fans stürmten den Platz, um mit der Mannschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern. Spieler und Anhänger vereinten sich zu einer ausgelassenen Party auf dem Rasen. Diese Szenen, die im Moment der Freude von vielen als harmlos empfunden wurden, zogen nun disziplinarische Konsequenzen nach sich.
Finalniederlage und neue Saison
Im Endspiel in Istanbul unterlag der SC Freiburg, inzwischen unter Trainer Julian Schuster, Aston Villa mit 0:3 und verpasste damit die direkte Qualifikation für die Champions League. Stattdessen geht der Verein in der kommenden Spielzeit in der Conference League an den Start. Die mögliche Champions-League-Teilnahme war durch die Finalniederlage verspielt worden. Dennoch bleibt die Teilnahme am internationalen Wettbewerb ein großer Erfolg für den badischen Bundesligisten.
Die UEFA-Strafe zeigt, dass die Behörden die Sicherheitsvorschriften ernst nehmen. Ein erneuter Platzsturm oder ähnliche Vorfälle während der Bewährungszeit könnten für Freiburg fatale Folgen haben. Der Verein ist nun gefordert, bei künftigen Spielen für Ordnung zu sorgen, um einen kompletten Zuschauerausschluss zu vermeiden.



