Pogačar schreibt Tour-Geschichte: Fünfter Sieg und Rekordgleichstand
Pogačar fünfter Tour-Sieg: Rekord eingestellt

Tadej Pogačar hat die Tour de France 2026 gewonnen und sich damit in den exklusiven Kreis der Fünffach-Sieger eingereiht. Der 27-jährige Slowene egalisiert den Rekord der Legenden Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Die letzte Etappe auf den Champs-Élysées wurde zu einem Triumphzug für Pogačar, aber auch zu einer Bühne für den Etappensieger Mathieu van der Poel.

Internationale Presse feiert Pogačars Dominanz

Die französische Sportzeitung „L'Équipe“ titelte: „Monumental. Mathieu van der Poel gewinnt eine Schlussetappe, die einem Monument würdig ist. Tadej Pogačar stellt den Rekord von fünf Tour-de-France-Siegen ein.“ „Le Parisien“ sah Pogačar in den „Olymp des Radsports“ aufgestiegen: „Ein fünfter Stern katapultiert ihn in die Galaxie der Tour-de-France-Giganten.“ „Le Figaro“ beschrieb den Slowenen als „unantastbar, unerbittlich, unbeugsam“.

In Pogačars Heimat Slowenien schrieb „Delo“: „Pogačars gelber Thron ist unangreifbar. Der slowenische Champion feierte auf den Champs-Élysées seinen historischen fünften und überzeugendsten Sieg.“ „Radiotelevizija Slovenija“ meinte: „Die Superlative sind längst erschöpft, beziehungsweise es fällt schwer, erneut eine angemessene Hymne auf den besten Radfahrer der Welt zu verfassen.“

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Italienische und spanische Stimmen: Der Kaiser von Paris

Italiens „Tuttosport“ erklärte: „Pogačar V – Paris krönt den Kaiser. Pogačar wird zur Legende und gewinnt seine fünfte Tour de France.“ Der „Corriere della Sera“ hob die letzte Etappe hervor: „Was bis vor zwei Jahren bloß die Pariser Ehrenrunde war, entwickelte sich zur großartigsten Etappe der Grande Boucle 2026 – der letzten. Zu verdanken ist dies zwei Fahrern: dem fünfmaligen Sieger Pogačar und dem genialen Mathieu van der Poel.“

Die spanische „Marca“ betonte Pogačars Jugend: „Mit 27 Jahren reiht er sich in den Kreis von Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain ein – fünf Tour-Siege, die bislang wie eine Schwelle wirkten. Doch Pogačar erreicht dieses Ziel nicht, als hätte er eine Etappe abgeschlossen, sondern eher wie jemand, der gerade erst warmgelaufen ist.“

Britische und belgische Kritik: Kontext und Zweifel

Der britische „Guardian“ lobte Pogačars Leistung, warnte aber: „Sein unaufhaltsamer Erfolg ist nicht ohne Vorbehalte zu sehen. Es wäre naiv, einen fünffachen Tour-Sieger zu feiern, ohne den Kontext zu verstehen. Zweifellos ist Pogačar ein Phänomen, doch sein Umfeld ist mit Altlasten aus weniger erfreulichen Zeiten belastet.“

Belgiens „Het laatste Nieuws“ stellte die Frage nach Pogačars Gesundheit: „Ob er krank war oder nicht, blieb bis zur Ankunft in Paris ein Rätsel. Fest steht: Mit seinem fünften Gesamtsieg hat er den Rekord eingestellt – nach einer Tour, bei der er der Konkurrenz drei Wochen lang haushoch überlegen war und einen Rekord nach dem anderen brach.“

Österreichische und Schweizer Perspektive: Kannibale und Buhrufe

Der österreichische „Kurier“ nannte Pogačar den „lieben Kannibalen“: „Wie Tadej Pogačar den Radsport dominiert. Der Slowene gewann zum fünften Mal die Tour und ist nun Rekordsieger. Er lässt die Bestmarken purzeln.“ Die Schweizer „Tagesanzeiger“ bemerkte: „Unersättlich, unbesiegbar, Pogačar. Der 27-Jährige zieht dank seines 5. Gesamtsiegs mit Eddy Merckx gleich. Er pulverisiert Rekorde, wird bewundert – und hört doch immer mehr Buhrufe.“ Die „Neue Zürcher Zeitung“ sah eine Entwicklung: „Tadej Pogačar wird Rekordsieger der Tour de France – er hat sich vom Sonnyboy zum Leader entwickelt.“

Mit diesem fünften Sieg hat Pogačar nicht nur sportliche Geschichte geschrieben, sondern auch eine Debatte über die Zukunft des Radsports und die Rolle dominanter Fahrer neu entfacht.

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