Weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen – Rückgang um 18 Prozent
Weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen

Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Kinder und Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Einrichtungen oder Pflegefamilien aufgenommen worden. Die Zahl der Inobhutnahmen sank um 18 Prozent auf 56.900, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Bereits im Jahr 2024 hatte es einen Rückgang von 7 Prozent gegeben.

Rückgang innerhalb von zwei Jahren um ein Viertel

„Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken“, erklärten die Statistiker. Zuvor war die Zahl drei Jahre in Folge gestiegen. Der Hauptgrund für den Rückgang ist die Entwicklung bei unbegleitet eingereisten Minderjährigen aus dem Ausland. Binnen eines Jahres habe sich die Zahl der vorläufigen und regulären Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen nahezu halbiert: von 30.800 auf 16.500.

Gründe für die Schutzmaßnahmen

Etwa jede zweite Schutzmaßnahme (50 Prozent) erfolgte wegen einer dringenden Kindeswohlgefährdung. In 29 Prozent der Fälle war eine unbegleitete Einreise der Grund, in 18 Prozent eine Selbstmeldung der Minderjährigen. Vor der Inobhutnahme lebten rund 59 Prozent der Kinder und Jugendlichen in einer Familie oder einem privaten Haushalt, 20 Prozent in einer Einrichtung. Bei den übrigen war der Aufenthalt unbekannt oder es gab keine feste Unterkunft.

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