Wimbledon-Finale: Presse lobt Zverev trotz Niederlage gegen Sinner
Presse lobt Zverev trotz Niederlage gegen Sinner

Alexander Zverev hat die Krönung seines starken Wimbledon-Turniers verpasst. Der French-Open-Sieger verlor das Endspiel des prestigeträchtigen Rasenturniers im Südwesten Londons trotz eines eindrucksvollen Beginns gegen den italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6. Nach knapp vier Stunden war der Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel geplatzt. Die internationale Presse würdigte jedoch beide Spieler für ihre Leistung.

Britische Medien: Sinner gnadenlos, Zverev stark

Die britische Zeitung „The Sun“ schrieb: „Das war eine knallharte Vorstellung der Nummer 1 der Welt. Alexander Zverev warf alles in die Waagschale, aber Jannik Sinner wankte keinen Moment.“ Der „Telegraph“ betonte: „Sinner bricht Zverevs Widerstand, er war einfach zu gnadenlos. Aber Zverev, gerade erst French-Open-Sieger, hat gezeigt, dass er jetzt auf allen Belägen um den Titel mitspielen kann.“

„The Mirror“ kommentierte: „Zverev ist gerade erst dem Kreis der Grand-Slam-Sieger beigetreten, konnte seinen Erfolg von Paris aber nicht bestätigen.“ Der „Guardian“ hob hervor: „Als Sinner einen Gang höher schalten musste, tat er das; weder Djokovic noch Zverev konnten mit ihm mithalten. Es ist sein fünfter Major-Titel mit gerade einmal 24 Jahren. Er ist noch nicht ganz ein Spieler für die Geschichtsbücher – Carlos Alcaraz, mit sieben, ist es – aber es ist nur eine Frage der Zeit: seine präzisen Schläge, der wuchtige Aufschlag und sein aufblühender Einfallsreichtum sind für alle zu viel – außer für Alcaraz.“

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Italienische Presse feiert Sinner als König

Die „Gazzetta dello Sport“ aus Italien schrieb: „Jannik Sinner hat es geschafft: In vier Sätzen gegen einen Sascha Zverev, der selten so nah dran und so gefährlich war. Die Zeiten sind weit entfernt, als sich der Deutsche im Finale der Australian Open fast unter Tränen geschlagen geben musste. Jetzt ist Sascha Grand-Slam-Champion, er wirkt selbstbewusster – doch es reicht nicht.“

„Tuttosport“ titelte: „Sinners legendärer Triumph in Wimbledon: Was für eine Aufholjagd gegen Zverev – Jannik schafft das historische Double!“ Der „Corriere dello Sport“ erklärte: „König Sinner II: Er schlägt Zverev in vier Sätzen und gewinnt Wimbledon zum zweiten Mal in Folge!“

Frankreich und Spanien: Respekt für Zverev

Die französische Zeitung „Le Parisien“ urteilte: „Der Boss ist zurück … Nach einem Jahr ohne Grand-Slam-Titel, obwohl er sich fast überall sonst durchgesetzt hatte, hat Jannik Sinner, 24 Jahre alt, seine Krone auf dem Centre Court von Wimbledon verteidigt. Die Nummer eins der Welt musste leiden, um Alexander Zverev zu bezwingen, der seit seinem ersten Major-Titel bei den French Open im vergangenen Juni wie verwandelt wirkt.“ „L’Équipe“ schrieb knapp: „Der König ist Italiener.“

Aus Spanien berichtete „Mundo Deportivo“: „Der Italiener Jannik Sinner wurde zum zehnten Profi, der seinen Titel in Wimbledon verteidigt, nachdem er einen außergewöhnlichen Zverev nach dessen Triumph in Roland Garros noch niedergerungen hatte.“ Die Sportzeitung „Sport“ ergänzte: „Der Kampf um den Titel auf dem Rasen des All England Club hat erneut gezeigt, dass die Rivalität zwischen dem Italiener Jannik Sinner und dem Spanier Carlos Alcaraz nach wie vor keinen Platz für andere lässt – auch nicht für den deutschen Tennisspieler Alexander Zverev, der mit seinem ersten Grand-Slam-Titel im Gepäck in die britische Hauptstadt gereist war.“

Schweiz und Österreich: Kein Ketchup-Effekt

Der „Tages-Anzeiger“ aus der Schweiz konstatierte: „Alexander Zverev spielt gegen Jannik Sinner das Tennis seines Lebens – und verliert trotzdem 7:6, 6:7, 3:6, 4:6.“ Die Zeitung „Blick“ titelte: „Kein Ketchup-Effekt bei Zverev … Sinner verlängert seine Wimbledon-Regentschaft.“

Aus Österreich meldete die „Kronen Zeitung“: „Titel verteidigt: Sinner bleibt Wimbledon-König!“ Der „Kurier“ schrieb: „Nein, nach einem Sieger sah es lange nicht aus. Jannik Sinner und Alexander Zverev lieferten sich in 3:46 Stunden ein Wimbledon-Finale, das würdiger nicht sein konnte.“

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Zverev, der nach Jahren des Scheiterns mit seinem Sieg bei den French Open am Ziel war, hat an seinem Spiel und an seinem Image gearbeitet. Er ist mutiger geworden, doch gegen den überragenden Sinner reichte es nicht. Der Italiener feierte seinen fünften Grand-Slam-Titel und untermauerte seine Position als einer der besten Spieler der Welt.