Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Borussia Mönchengladbach erneut mit einer saftigen Geldstrafe belegt. Grund sind die unsportlichen Aktionen von sogenannten Fans, die bei zwei Bundesliga-Spielen pyrotechnische Gegenstände zündeten. Dieses Mal muss der Verein stolze 73.100 Euro zahlen. Seit November 2025 summiert sich die Gesamtbelastung durch solche Vergehen auf 307.100 Euro – Geld, das Borussia sicherlich lieber für andere Zwecke ausgegeben hätte.
Zwei Fälle vor dem DFB-Sportgericht
Das DFB-Sportgericht verhängte die Strafe nach einer Anklage durch den DFB-Kontrollausschuss. Betroffen sind gleich zwei Partien: das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 13. März 2026 (2:0) sowie das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 21. März 2026. In beiden Begegnungen zündeten Gladbacher Anhänger Pyrotechnik, was mit Einzelstrafen von 36.100 Euro und 37.000 Euro geahndet wurde. Von der Gesamtsumme darf der Klub bis zu 24.300 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Appell des Vorstandsvorsitzenden bisher ohne Erfolg
Bereits Ende März hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass Borussia künftig versuchen will, die Täter während der Spiele zu identifizieren und zur Kasse zu bitten – was bislang jedoch nicht gelang. Gladbach-CEO Stefan Stegemann (62) richtete damals einen eindringlichen Appell an die eigenen Anhänger: „Wir befinden uns in einem guten und regelmäßigen Austausch mit unserer aktiven Fanszene, von der die Ultras ein Teil sind. Selbstverständlich wird dort auch das Thema Pyrotechnik immer wieder diskutiert. Trotz teilweise unterschiedlicher Haltung und Meinung in Sachen Pyrotechnik sollte es nicht nur im Interesse der Vereinsführung, sondern aller Beteiligten sein, Borussia nicht zu schaden. Dies gilt besonders für die Gefährdungen von Zuschauern, aber natürlich auch für Geldstrafen.“ Bisher scheint dieser Appell bei einigen Anhängern jedoch noch nicht gefruchtet zu haben.
Die Vorfälle zeigen, dass das Problem der Pyrotechnik in den Stadien weiterhin aktuell ist. Borussia Mönchengladbach steht vor der Herausforderung, sowohl die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten als auch die finanziellen Belastungen durch Strafen zu vermeiden. Die Vereinsführung setzt auf Dialog und Prävention, doch ob dies ausreicht, bleibt abzuwarten.



