„Das waren doch schöne Bilder, oder?“ Mit diesen Worten kommentierte Antonio Rüdiger die umstrittene Gebetsszene von Felix Nmecha nach dem Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao. Der 33-jährige Verteidiger, selbst gläubiger Muslim, zeigte sich in einem Interview gelassen und betonte die Bedeutung von Meinungs- und Glaubensfreiheit.
Rüdiger: „Nichts Falsches daran“
Auf die Szene angesprochen, bei der Nmecha gemeinsam mit Jonathan Tah und Spielern des Gegners betete, sagte Rüdiger: „Er hat das gemacht und ich sehe meiner Meinung nach nichts Falsches daran. Ich glaube, die Bilder sind um die Welt gegangen. Schöne Bilder, oder?“ Für den Abwehrstar ist das Thema klar: „Für mich ist es etwas sehr Persönliches. Wir leben in einem Land, wir reden von Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit. Also sehe ich kein Problem darin. Die Bilder sind schön.“
Stellungnahme zu Kritikern
Rüdiger nahm auch zu den kritischen Stimmen Stellung, die nach seiner Nominierung laut geworden waren. „Ich respektiere seriöse Meinungen. Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Ich habe dazu davor schon viele Interviews gegeben. Ich nehme seriöse Meinungen wahr und habe mich auch ganz klar für diese Sachen entschuldigt. Deswegen gibt es von der Seite nicht viel von mir zu sagen. Auch in Richtung meiner Kritiker.“
Lob für Jonathan Tah und Nachwuchsspieler
Besonders große Worte fand Rüdiger für seinen Nachfolger als Abwehrchef: Jonathan Tah. „Jona, was er die letzten zwei, drei Jahre für einen Schritt wieder gemacht hat, hat bei mir sehr, sehr viel Respekt. Und auch seine letzte Saison, also jetzt die Saison mit Bayern München, die er gespielt hat, war überragend. Er ist der neue Chef.“
Ein Sonderlob gab es auch für Nico Schlotterbeck: „Ich muss auch Nico hervorheben, er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Vor allem auch bei den Standards war er immer eine Gefahr.“ Über Shootingstar Nathaniel Brown sagte Rüdiger: „Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, aber auf dem Platz, da wird er so ein Monster. Und das muss ich den jungen Hüpfern hoch anrechnen. Die sind schon sehr, sehr weit für ihr Alter. Das muss ich denen wirklich lassen.“
Vorfreude auf Mourinho bei Real Madrid
Mit Blick auf seinen neuen Trainer Jose Mourinho bei Real Madrid zeigte sich Rüdiger voller Vorfreude: „Ich freue mich sehr auf Mourinho und endlich klappt es, dass ich unter ihm spielen kann. Es gab in der Vergangenheit sehr viele Gespräche mit ihm, aber das ist irgendwie nicht passiert. Deswegen freue ich mich umso mehr, ihn bei uns willkommen zu heißen.“
Vor dem bevorstehenden Duell mit der Elfenbeinküste warnte Rüdiger vor den Stärken des Gegners: „Das sind halt schon D-Züge. Sie lieben das 1 gegen 1.“



