Trainer Fabian Gerber von Rot-Weiß Erfurt hat vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Tasmania Berlin ein klares Wortverbot ausgesprochen: Das Wort „Jena“ ist in der Mannschaftskabine tabu. Der Grund ist das prestigeträchtige Derby beim FC Carl Zeiss am kommenden Sonntag, das bereits jetzt die Gemüter am Steigerwald erhitzt. Doch Gerber warnt davor, den Gegner von heute zu unterschätzen.
Der Blick geht nur auf Tasmania
„Wir sprechen nicht darüber. Null. So einfach ist das. Das Wort Jena fällt bei uns nicht“, stellt Gerber unmissverständlich klar. Der Coach will, dass sich seine Mannschaft voll und ganz auf die Aufgabe am Mittwochabend (19 Uhr) konzentriert. „In der Kabine und beim Training ist einzig Tasmania Berlin in den Köpfen. Wir haben auch gar keinen Grund, auch nur einen Tag weiterzudenken.“
Die Gefahr sieht Gerber darin, dass alle Blicke bereits auf das Derby gerichtet sind und Tasmania dabei übersehen wird. „Das ist gefährlich“, warnt er. Der Aufsteiger kommt nicht als Kanonenfutter nach Erfurt, davon ist der Trainer überzeugt. „Das wird kein Selbstläufer. Die kommen nicht hierher, um freiwillig zu verlieren.“
Sperre für Claxton – interne Aufarbeitung
Personell muss Gerber auf Nathan Claxton verzichten. Der Spieler ist nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Halle gesperrt. Gerber hat das Gespräch mit ihm gesucht: „Das haben wir intern mit ihm noch einmal besprochen. Er weiß jetzt: Das war naiv, das darf nicht passieren und er hat der Mannschaft geschadet.“ Zusätzlich zur Sperre muss Claxton eine Geldstrafe in die Mannschaftskasse zahlen.
Gegen Tasmania wird Claxton von der Tribüne aus die Daumen drücken. Im Derby gegen Jena ist er dann wieder spielberechtigt. Gerber betont jedoch, dass die Mannschaft auch ohne ihn gewinnen muss: „Jeder erwartet einen klaren Sieg, aber diese Liga ist stark und Tasmania ist nicht zufällig ein Teil davon. Wir müssen gewappnet sein.“
Taktik gegen Fünferkette
Der RWE-Trainer erwartet den Aufsteiger mit einer defensiven Grundordnung. „Die werden eine Fünferkette aufbieten und daraus dann versuchen, Nadelstiche nach vorn zu setzen“, analysiert Gerber die Spielweise des Gegners. Seine Mannschaft muss also geduldig spielen und die Lücken in der Defensive finden, um zum Erfolg zu kommen.
Die Partie gegen Tasmania Berlin wird für Rot-Weiß Erfurt zu einem wichtigen Prüfstein, um die eigenen Ambitionen zu untermauern. Ein Sieg wäre die ideale Vorbereitung auf das Derby gegen Jena. Doch der Weg dorthin führt über einen Gegner, der nicht bereit ist, kampflos aufzugeben.



