Historischer Achtelfinal-Einzug für Ägypten
Mohamed Salah und die ägyptische Nationalmannschaft haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft Geschichte geschrieben. Mit einem 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen Australien zogen die Pharaonen ins Achtelfinale ein – das erste Mal seit 92 Jahren, dass Ägypten die K.o.-Runde einer WM erreicht hat. Der letzte Achtelfinal-Auftritt datiert aus dem Jahr 1934, als das Turnier direkt mit dieser Runde begann.
Ausgelassene Feier mit den Fans
Nach dem historischen Sieg im Stadion von Dallas feierten Salah und seine Teamkollegen ausgelassen mit den Fans vor dem Teamhotel. Der 34-jährige Superstar, der von den Anhängern als „König“ gefeiert wird, ließ sich auf den Schultern eines Begleiters zu arabischen Rhythmen schwenken. Rund eine halbe Stunde dauerte die spontane Straßenparty, bevor Salah sich ins Hotel zurückzog – um den nächsten Gegner im Fernsehen zu beobachten.
Das Duell der Superstars: Salah gegen Messi
Schon unmittelbar nach dem Elfmeterdrama gegen Australien wurde Salah gefragt, welchen Superstar er sich als Gegner für seinen „letzten Tanz“ bei einer WM wünsche. Ohne Zögern antwortete der langjährige Liverpooler Torjäger: „Messi.“ Dieser Wunsch erfüllte sich, als Argentinien sich gegen Außenseiter Kap Verde mit 3:2 nach Verlängerung durchsetzte. Am Dienstag, den 30. Juli, treffen die beiden Offensivstars in Atlanta aufeinander. Für den Verlierer könnte es das letzte WM-Spiel sein.
Trainer Hossam Hassan: „Das ist etwas für die Geschichtsbücher“
Ägyptens Trainer Hossam Hassan zeigte sich nach dem Sieg überwältigt: „Das ist etwas für die Geschichtsbücher. Das ist für Afrika, für die arabischen Länder. Wir haben alle repräsentiert. Wir sind die Pharaonen, wir sind Araber, wir sind Afrikaner. Das haben wir heute repräsentiert.“ Argentinien geht als Favorit in die Partie, doch Ägypten reist mit dem Bewusstsein an, bereits Millionen Menschen weltweit stolz gemacht zu haben.
Salahs emotionale Worte: „Einer der besten Tage meines Lebens“
Mohamed Salah, der nach einer Oberschenkelzerrung rechtzeitig fit wurde und im Elfmeterschießen sicher verwandelte, hatte im Moment des Triumphs Tränen in den Augen. „Ich habe das Gefühl, dass jemand eine wunderschöne Geschichte für das ägyptische Volk schreibt“, sagte der vereinslose Profi. Sein Traum sei es, eines Tages zurückzublicken und zu wissen, „dass ich etwas Gutes getan habe, weil die Menschen von mir gelernt haben und auch die Hoffnung haben, dass sie etwas Gutes erreichen können. Deshalb war heute einer der besten Tage meines Lebens.“



