Der 1. FC Magdeburg steht unmittelbar vor dem Auftakt in die 2. Bundesliga, und Trainer Petrik Sander (65) hat klare Worte gefunden: „Die Weichen sind gestellt und wir gehen in Richtung Volldampf.“ Nach dem 1:1 im Test gegen West Ham United richtet sich der volle Fokus auf das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Die Generalprobe gegen den Premier-League-Absteiger habe wichtige Erkenntnisse geliefert, wie Sander betont: „Dieser Test war eminent wichtig, um zu sehen, wie die Spieler in bestimmten Drucksituationen handeln. Da war schon viel drin von dem, was wir spielen wollen. Viele gute Sachen, auf denen wir aufbauen können.“
Konkurrenzkampf in der Startelf: Noch nicht alle Positionen vergeben
Obwohl Sander bereits einen Großteil der Mannschaft für das Auftaktspiel im Kopf hat, sind noch nicht alle Plätze vergeben. „Wir haben dort sicherlich schon einen Großteil des Kaders gesehen, der auch gegen Braunschweig auflaufen wird“, verrät der Trainer. Doch der Konkurrenzkampf ist in der finalen Phase, und einige Akteure haben ihre Ansprüche angemeldet. Sander kündigt an: „Es hat aber auch schon der ein oder andere seinen Hut in den Ring geworfen. Wir müssen Entscheidungen treffen, die haarig sind und sicher auch manchen Spieler enttäuschen werden. Aber ich habe es lieber so, als wenn sich die Mannschaft von allein aufstellt.“
Gesetzte Kräfte und offene Duelle
Als gesetzt gelten Kapitän Dominik Reimann, Anselmo García Mac Nulty, Emmanuel Iyoha, Moritz-Broni Kwarteng, Alexander Nollenberger, Mateusz Zukowski und Baris Atik. Auf drei Positionen zeichnen sich heiße Duelle ab. In der Innenverteidigung kämpfen Tobias Müller und Paul Jaeckel um einen Platz, auf dem rechten Flügel liefern sich Herbert Bockhorn und Pierre Nadjombe ein Duell. Besonders eng dürfte es auf der Doppelsechs werden, wo Torben Müsel, Luka Hyryläinen und Falko Michel um Startelfplätze konkurrieren.
Gerade Michel dürfte mit seinem späten Ausgleich gegen West Ham zusätzliche Argumente gesammelt haben. Sander dazu: „Das Ergebnis bewerte ich nicht über, obwohl es psychologisch für uns wichtig war und speziell für Falko.“ Der 24-Jährige könnte damit seine Chance auf einen Platz in der ersten Elf wahren, doch die Konkurrenz ist groß.
Psychologischer Schub durch späten Ausgleich
Der Treffer von Michel kurz vor Schluss könnte dem Team nicht nur Selbstvertrauen geben, sondern auch den Trainer beeinflussen. Sander machte jedoch deutlich, dass die Leistung über 90 Minuten entscheidend sei und nicht ein einzelnes Tor. Die Generalprobe habe gezeigt, dass die Mannschaft in Drucksituationen bestehen könne, was für die kommenden Aufgaben in der Liga wichtig sei.
Blick nach vorn: Volldampf Richtung Braunschweig
Mit der klaren Ansage „Volldampf“ will der FCM in die Saison starten. Die Fans dürfen gespannt sein, welche Startelf Sander letztlich aufbietet. Fest steht: Der Trainer wird keine Kompromisse eingehen, wenn es um die Leistungsbereitschaft seiner Spieler geht. Die Entscheidungen könnten für einige Akteure schmerzhaft sein, doch für den Verein zählt nur der Erfolg.



