Preußen Münster muss sich nach der Saison 2026/27 einen neuen Geschäftsführer für das Ressort Stadion und Finanzen suchen. Dr. Markus Sass, der die Position seit Januar 2024 innehat, wird seinen zum Juni 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dies gab der Drittligist am Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung bekannt.
Gründe für den Abschied
Der 43-jährige Familienvater möchte künftig mehr Zeit für seine Angehörigen haben. Zudem sind die Aufgaben, für die er ursprünglich angetreten war, bis zum Sommer 2027 größtenteils abgeschlossen – insbesondere das Jahrhundertprojekt der Stadionsanierung. „Die Aufgaben, für die ich Anfang 2024 angetreten bin, werden bis dahin größtenteils abgeschlossen sein – in weiten Teilen früher und erfolgreicher, als das für mich bei Dienstantritt absehbar war“, betont Sass. „Deshalb sehe ich dann für mich auch den optimalen Zeitpunkt, geordnet die Verantwortung zu übergeben und mich neuen beruflichen Zielen und Projekten zu widmen.“
Frühzeitige Nachfolgeplanung
Bereits im März informierte Sass die Gremien des Vereins über seine Entscheidung, um einen geordneten Nachfolgeprozess zu ermöglichen. Er selbst will die Übergabe eng begleiten und den Preußen über das Vertragsende hinaus als Fachmann für Infrastrukturfragen sowie als Fan verbunden bleiben. Mit dem absehbaren Ende des Stadionumbaus wird sich auch das Aufgabenprofil der Geschäftsführung verändern: Neben den Finanzen sollen die Themen Personal und die konsequente Weiterentwicklung der gesamten Organisation gestärkt und auf Geschäftsführungsebene fest verankert werden.
Anerkennung von Aufsichtsrat und Präsident
Aufsichtsratschef Frank Westermann (68) würdigt Sass' Engagement: „Markus hat in einer sehr wichtigen Phase große Verantwortung übernommen und diese Aufgabe mit seiner ganzen Expertise, Verlässlichkeit und einem großen Herzen für den Club erfolgreich ausgefüllt. In den vergangenen Jahren hat sich unser Verein in zentralen Bereichen deutlich weiterentwickelt. Die wirtschaftliche Stabilität wurde gestärkt, Prozesse und Strukturen professionalisiert und das Stadion-Projekt mit großer Sorgfalt begleitet. Das alles ist ein Verdienst von Markus Arbeit.“ Auch Präsident Christian Pander (42) lobt: „Mit Blick auf die nächste Entwicklungsphase unseres Sportclubs ist es nur logisch, das Aufgabenprofil für den Sass-Nachfolger weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll die Organisation auch unterhalb der Geschäftsführung künftig noch stärker aufgestellt werden. Dass Markus diesen Übergang weiter begleitet und uns verbunden bleibt, ist ein starkes Zeichen von Kontinuität und gegenseitiger Wertschätzung.“
Stadionprojekt kurz vor der Vollendung
Am Samstag (1. August) wird bei der Saisoneröffnung des SC Preußen Münster gegen den englischen Zweitligisten FC Southampton (15 Uhr) die neue Fiffi-Gerritzen-Tribüne offiziell eingeweiht und den Fans übergeben. Dies ist ein weiterer Meilenstein des Stadionumbaus, der im Sommer kommenden Jahres nahezu komplett abgeschlossen sein soll. Sass war seit seinem Amtsantritt maßgeblich für die Steuerung dieses Projekts verantwortlich.
Tikvic mit glimpflicher Sperre
Innenverteidiger Antonio Tikvic (22) kann aufatmen: Für seinen Platzverweis im Testspiel gegen Hannover 96 (0:2) nach einer Tätlichkeit an Stürmer Franz Roggow (29) wurde er vom DFB-Sportgericht lediglich zu einer Sperre von zwei Testspielen verurteilt. Diese kann Tikvic bereits am Samstag absitzen, wenn die Preußen gleich zweimal gegen Southampton antreten – einmal vormittags (11 Uhr) unter Ausschluss der Öffentlichkeit und einmal nachmittags vor Zuschauern. Somit ist der „Rote Toni“ zum Ligastart eine Woche später beim SV Wehen Wiesbaden (8. August, 14 Uhr) wieder spielberechtigt.



