Bastian Schweinsteiger: „Würde mich nicht drücken“ – DFB-Angebot?
Schweinsteiger: „Würde mich nicht drücken“ – DFB-Angebot?

Nach dem blamablen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 nach Elfmeterschießen) steht Bundestrainer Julian Nagelsmann massiv unter Druck. In der DFB-Zentrale fand ein dreistündiger Krisengipfel statt, bei dem die Bosse klare Kante zeigten: Nagelsmanns Zukunft als Bundestrainer ist mehr denn je gefährdet.

Schweinsteiger äußert sich zu DFB-Zukunft

Im Rahmen der Vorberichterstattung zum Spiel Österreich gegen Europameister Spanien (21 Uhr, Magenta/ARD) machte TV-Experte Bastian Schweinsteiger eine bemerkenswerte Aussage. ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek fragte ihn: „Noch ist offiziell kein Aus besiegelt. Es sieht alles danach aus. Du hast keine neuen Informationen. Aber es kann ja durchaus sein, dass es weitere Konsequenzen hat, dass ein Andreas Rettich gehen muss oder ein Rudi Völler. Wie würdest du zu solchen Entscheidungen stehen?“

Schweinsteiger antwortete: „Ich denke, man muss alles hinterfragen. Ich finde gerade Rudi Völler ganz wichtig, er hat die Erfahrung, er ist Weltmeister geworden, den würde ich schon gern weiterhin beim DFB sehen. Er weiß ganz genau, wie das Geschäft läuft, und was man braucht, um Veränderungen zu machen.“

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„Würde mich nicht drücken vor Verantwortung“

Als Sedlaczek nachhakte: „Kannst du dir vorstellen, einen Posten beim DFB zu übernehmen?“, lachte Schweinsteiger und sagte: „Ich? Hab doch hier mit dir bei der ARD den schönsten Job der Welt. Also natürlich würde ich mich nicht drücken vor einer Verantwortung, so bin ich grundsätzlich nicht. Aber wenn Julian Nagelsmann nicht weitermachen würde, dann würde ich schon sagen, dass Jürgen Klopp und Rudi Völler das Dreamteam wären.“

Damit machte der Weltmeister von 2014 deutlich, dass er sich eine Rolle beim DFB durchaus vorstellen könnte, nannte aber gleichzeitig seine Wunschkombination für die Nachfolge: Jürgen Klopp als Trainer und Rudi Völler als Sportdirektor.

Schweinsteiger bleibt vorerst bei der ARD

Auf Sedlaczecks Frage: „Und du bleibst noch bei uns?“, antwortete Schweinsteiger schmunzelnd: „Wir spielen ja in 10 Jahren auch noch Fußball, ich bin ja noch jung und knackig, Esther.“ Damit stellte er klar, dass er seinen aktuellen Job als TV-Experte nicht sofort aufgeben will, aber für den DFB offen ist.

Die Aussagen Schweinsteigers kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die DFB-Spitze nach dem frühen WM-Aus umfassende Konsequenzen prüft. Neben Nagelsmann stehen auch andere Funktionäre wie Andreas Rettich und Rudi Völler in der Kritik. Schweinsteiger sprach sich jedoch klar für einen Verbleib von Völler aus und hob dessen Erfahrung und Wissen hervor.

Ob es tatsächlich zu einer Rückkehr Schweinsteigers in den DFB-Apparat kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der 41-Jährige hat sich als möglicher Kandidat ins Gespräch gebracht – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der DFB dringend neue Impulse benötigt.

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