Spanien ist zurück an der Spitze des Weltfußballs. 16 Jahre nach dem ersten WM-Titel krönte sich die Mannschaft um Rodri und Lamine Yamal erneut zum Weltmeister. Der 1:0-Sieg im Finale gegen Argentinien in East Rutherford wurde in Madrid mit einem Empfang durch König Felipe VI. und Ministerpräsident Pedro Sánchez gefeiert. Hunderttausende Fans säumten die Straßen, als die Mannschaft im offenen Bus durch die Stadt fuhr.
Spanien als Retter des Fußballs gefeiert
Nach dem Finale, in dem Ferran Torres in der 106. Minute das entscheidende Tor erzielte, war die Freude riesig. Doch das Verhalten der Argentinier überschattete die Feierlichkeiten. Sie weigerten sich, den Siegern zu gratulieren, drehten ihnen bei der Pokalübergabe den Rücken zu und lieferten sich Handgreiflichkeiten. Die spanische Sportzeitung „Marca“ schrieb: „Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen, es hat den Fußball gerettet.“ Der britische „Telegraph“ ergänzte: „Fußball 1, Verbrecher 0.“
Rekorde und Auszeichnungen
Spanien stellte beim Turnier mehrere Rekorde auf. Torwart Unai Simón blieb 649 Minuten ohne Gegentor, insgesamt kassierte Spanien in acht Spielen nur einen Treffer. Pau Cubarsi wurde zum besten Nachwuchsspieler gekürt, Rodri zum besten Spieler des Turniers. Trainer Luis de la Fuente ist mit 65 Jahren der älteste Weltmeister-Trainer der Geschichte. „Wir mussten 16 Jahre auf diesen Moment warten. Ich hoffe, dass wir diesmal nur vier Jahre auf den nächsten Stern warten müssen“, sagte Simón.
Emotionale Momente und Feierlichkeiten
Lamine Yamal tollte nach dem Abpfiff mit seinem Bruder auf dem Rasen, Dani Olmo berichtete von einer ausgelassenen Kabinenparty. „Wir haben einfach gefeiert - so, wie es ein Weltmeister macht“, sagte der Ex-Leipziger. Das Empire State Building leuchtete in Rot und Gelb zu Ehren der Iberer. Linksverteidiger Marc Cucurella kündigte an, sich ein Tattoo mit dem Gesicht von Trainer de la Fuente stechen zu lassen. „Ich werde darüber nachdenken und es dann hinter mich bringen“, sagte er.



