St. Paulis Norwegen-Volltreffer: Rasmussen als perfekte Soforthilfe
Die Hoffnung kehrt zurück beim FC St. Pauli im erbitterten Abstiegskampf der Bundesliga. Das verdankt der Kiez-Klub nicht zuletzt einem Volltreffer aus Norwegen, den Sportchef Andreas Bornemann erst vor knapp drei Wochen von Union Saint-Gilloise an die Elbe holte. Mathias Rasmussen, 28 Jahre alt, benötigte kaum Anlaufzeit und etablierte sich nach einem ersten Kurzeinsatz gegen Leipzig in den letzten drei Pflichtspielen als nahezu durchgängiger Leistungsträger.
Vertrautes Umfeld beschleunigt Integration
Trainer Alexander Blessin kannte den Mittelfeldkämpfer bereits bestens aus gemeinsamen Zeiten bei Union Saint-Gilloise, wo sie 2024 sogar den belgischen Pokal gewannen. Diese Vertrautheit erwies sich als entscheidender Vorteil. Rasmussen erklärt: „Ich habe bereits Champions League gespielt, das Niveau ist ähnlich hoch. Es half natürlich, dass ich den Trainer kenne und der Spielstil vergleichbar ist. Er weiß, was ich zu geben habe, und ich weiß, was er von mir erwartet.“ Der Däne betont die positive Entwicklung ihres Verhältnisses: „Man merkt, dass auch er wertvolle Erfahrung gesammelt hat. Wir haben einen guten Draht zueinander und teilen gemeinsame Erinnerungen.“
Bundesliga-Traum erfüllt sich
Der Wechsel nach Hamburg fiel Rasmussen nicht schwer. „Bei Union hatte ich zuletzt nicht die Spielzeit, die ich mir verdient glaubte. Daher war ich offen für Neues. Als Blessin anrief, musste ich nicht lange überlegen. In der Bundesliga zu spielen war stets ein Traum von mir – man will immer in einer Top-Liga stehen.“ Ein besonderer familiärer Bezug besteht durch seinen Cousin Julian Ryerson, der bei Borussia Dortmund aktiv ist. Rasmussen bedauert lediglich: „Schade, dass die direkten Duelle bereits ausgetragen wurden.“
Robuste Konstitution als Trumpf
Was den Norweger zusätzlich auszeichnet, ist seine bemerkenswerte Verletzungsfreiheit. „Nur in Jugendzeiten hatte ich Schulterprobleme. Spätere Scans zeigten, dass ich besonders stabile Knochen habe – wohl schwer zu brechen. Dadurch bin ich vielleicht nicht extrem explosiv, aber dafür sehr robust.“ Genau diese Stabilität kann St. Pauli im nervenaufreibenden Abstiegskampf mehr als gut gebrauchen. Das 2:1 gegen Stuttgart unterstrich nicht nur die gestiegene Teamstärke, sondern auch die unmittelbare Wirkung der Winterverpflichtung.



