Stadion-Preischeck: Hertha, Union, Cottbus im Vergleich
Stadion-Preischeck: Hertha, Union, Cottbus

Ein Stadionbesuch ist längst mehr als nur 90 Minuten Fußball. Ticket, Bier, Bratwurst und Softdrink – bei Hertha BSC, Union Berlin und Energie Cottbus summiert sich das schnell. Am Wochenende startet die 2. Bundesliga in die neue Saison. BILD hat die Preise verglichen und zeigt, wo Fans in Berlin und Brandenburg am günstigsten jubeln und wo die Getränke richtig ins Geld gehen.

Hertha BSC: Preise im Olympiastadion stabil, Bier und Wurst teurer

Bei Hertha BSC sind die Ticketpreise im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Für den günstigsten Sitzplatz auf der Haupttribüne des Olympiastadions zahlt der Fan 25 Euro in Block A oder F (Kategorie 3). 30 Euro kostet der Platz in Kategorie 2, 35 Euro in Kategorie 1. Ein Stehplatz ist für 17 Euro zu haben – unabhängig von der Kategorie.

Allerdings hat der Verein die Preise für Verpflegung angehoben: Ein Bier (0,5 Liter, Anheuser-Busch Bud) kostet nun 5,50 Euro statt 5,20 Euro. Eine Bratwurst schlägt mit 4,90 Euro zu Buche (vorher 4,50 Euro). Softgetränke kosten 5,30 Euro (vorher 5 Euro), Wasser bleibt bei 3,80 Euro.

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Der günstigste Besuch im Olympiastadion: Stehplatz (17 Euro), Bier (5,50 Euro) und Bratwurst (4,90 Euro) ergeben zusammen 27,40 Euro. Damit liegt Hertha preislich im Mittelfeld.

Union Berlin: Bier wird ein Euro teurer, Stehplätze bleiben günstig

Beim Stadion An der Alten Försterei zahlen Fans für den besten Sitzplatz 48 Euro. Auf der Waldseite kostet der Stehplatz faire 14 Euro. Doch bei den Getränken müssen Union-Fans tiefer in die Tasche greifen: Der halbe Liter Berliner Pilsner kostet nun sechs Euro – ein Euro mehr als zuvor. Dazu kommen zwei Euro Pfand, macht acht Euro in der Hand. Eine Cola gibt es für vier Euro, die Stadionwurst ebenfalls für vier Euro.

Für Sparfüchse ergibt sich: Stehplatz (14 Euro), Bier (6 Euro) und Wurst (4 Euro) ergeben zusammen 24 Euro – ohne Pfand. Das ist günstiger als bei Hertha in der 2. Liga, aber Fußball-Liebe gibt es auch in Köpenick nicht umsonst.

Energie Cottbus: Preise nach Aufstieg angepasst

Bei Energie Cottbus kosten alle Sitzplätze einheitlich 30 Euro. Eine Besonderheit: Es gibt noch unüberdachte Stehplätze, die im Vorverkauf 18 Euro kosten (statt 19 Euro an der Tageskasse). Wichtig: An der Tageskasse wird jede Karte drei Euro teurer, also besser frühzeitig planen.

Der FCE hat nach dem Aufstieg innerhalb von drei Spielzeiten von der Regionalliga in die 2. Bundesliga die Preise stetig erhöht – auch um konkurrenzfähig zu bleiben. Bei den Sitzplätzen sind das über drei Spielzeiten sieben Euro mehr. Um Familien zu entlasten, wurden Kindertickets zwischenzeitlich um zwei Euro günstiger.

Beim aktuellen Aufstieg gab es einen Euro Aufschlag im Stehplatzbereich und zwei Euro bei den Sitzplätzen. In der Vorsaison kostete das Bier (0,4 Liter) 4,50 Euro, die Bratwurst 4 Euro. Letztere wird nun 50 Cent teurer. Für besonders Durstige gibt es den Liter Bier der Marke Feldschlößchen für 10 Euro.

Das günstigste Gesamtpaket in Cottbus: unüberdachter Stehplatz im Vorverkauf (18 Euro), 0,4-Liter-Bier (4,50 Euro) und Bratwurst (4,50 Euro) – zusammen 27 Euro.

Fazit: Wo ist der Stadionbesuch am günstigsten?

Im direkten Vergleich bietet Union Berlin das günstigste Gesamtpaket für ein Spiel: 24 Euro für Stehplatz, Bier und Wurst. Hertha BSC liegt mit 27,40 Euro knapp dahinter, Energie Cottbus folgt mit 27 Euro. Allerdings unterscheiden sich die Biergrößen: Bei Union gibt es 0,5 Liter, bei Cottbus nur 0,4 Liter. Wer auf den Literpreis achtet, fährt in Cottbus mit 11,25 Euro pro Liter am günstigsten (bei 10 Euro pro Liter Feldschlößchen).

Die Preisunterschiede zeigen: Fußball ist in Berlin und Brandenburg bezahlbar, aber die Vereine nutzen die Nachfrage. Familien sollten vor allem in Cottbus auf die günstigen Kindertickets achten. Insgesamt bleibt der Stadionbesuch ein Erlebnis, das mit steigenden Kosten verbunden ist – aber die Liebe zum Verein überwiegt.

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