Noch ist Jürgen Klopp nicht offiziell als Bundestrainer bestätigt, doch im Hintergrund plant der designierte Chef des DFB-Teams bereits das Trainerteam. Laut übereinstimmenden Medienberichten von „Bild“-Zeitung und Sky soll der 59-Jährige den früheren Nationalspieler Sven Bender als Co-Trainer mit zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) bringen. Bender wäre damit neben Klopps langjährigen Weggefährten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders Teil des neuen Trainerstabs.
Bender löste Vertrag in Unterhaching überraschend auf
Der 37-jährige Bender hatte seinen Vertrag beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching erst Anfang Juli nach zwei Jahren überraschend aufgelöst. „Natürlich hat uns die Entscheidung und die Kurzfristigkeit überrascht“, sagte Hachings Präsident Manfred Schwabl. Als Begründung wurden in der Mitteilung des Viertligisten „unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung und Zielsetzung“ angeführt. Schwabl dankte Bender zum Abschied für dessen Professionalität, Loyalität und das große Herzblut bei der Arbeit: „Umso mehr bedauern wir, dass wir künftig getrennte Wege gehen werden.“
Klopp und Bender: Eine erfolgreiche Vergangenheit beim BVB
Die Frage liegt nahe, ob der Lockruf von Bundestrainer-Kandidat Klopp bei Bender ein Umdenken auslöste. Der defensive Mittelfeldspieler spielte sechs Jahre unter Klopp bei Borussia Dortmund, wurde unter ihm zweimal deutscher Meister und einmal Pokalsieger. Bender galt als Mentalitätstyp – eine Eigenschaft, die der Nationalmannschaft beim WM-Debakel zuletzt abgesprochen wurde. Nach seiner aktiven Karriere war Bender bereits als Assistent von Edin Terzic und Nuri Sahin beim BVB tätig, zudem als Co-Trainer der U16-Nationalmannschaft des DFB.
Kompensation für Klopps Red-Bull-Vertrag geklärt
Neben der Personalie Bender wurde auch bekannt, wie die Kompensation für die Auflösung von Klopps bis 2029 laufendem Vertrag als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull aussehen soll. Der DFB, der sich eine millionenschwere Ablöse hatte sparen wollen, spendet demnach einen noch nicht bestätigten Betrag an die konzerneigene Stiftung „Wings for Life“. Auch mit den weiteren Werbepartnern Klopps und des Verbandes seien alle offenen Punkte besprochen. Damit fehle nur noch die Zustimmung der DFB-Gremien zu Klopps Vertrag bis zur WM 2030. Ein Termin für eine entsprechende Sitzung stand nach SID-Informationen am Mittwochmorgen aber noch nicht fest. Klopp soll noch in dieser Woche in der Frankfurter DFB-Zentrale vorgestellt werden.



