Der zweimalige Tour-de-France-Champion Jonas Vingegaard ist nach einem schweren Sturz auf der 15. Etappe der 113. Frankreich-Rundfahrt ausgeschieden. Der Däne, der zu diesem Zeitpunkt den zweiten Platz im Gesamtklassement belegte, kam etwa 20 Kilometer vor dem Ziel zu Fall und musste das Rennen aufgeben.
Sturz in entscheidender Phase
Vingegaard fuhr mit mehreren Fahrern seines Teams Visma-Lease a Bike an der Spitze des Verfolgerfeldes in eine unübersichtliche Kurve, als er bei hohem Tempo stürzte und seinen Teamkollegen Sepp Kuss mit zu Boden riss. Auch Isaac Del Toro, Helfer des Gesamtführenden Tadej Pogacar, war in den Sturz verwickelt, konnte jedoch schnell wieder aufsteigen.
Während Vingegaard auf dem Boden saß und sich den Arm hielt, äußerten die Eurosport-Experten um den ehemaligen Profi Jens Voigt den Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch. Der Däne stieg mit schmerzverzerrtem Gesicht und dem rechten Arm in einer Schlinge in das Begleitfahrzeug der medizinischen Betreuung ein. Damit ist die Tour für ihn beendet.
Bitteres Aus für den Mitfavoriten
Vingegaard hatte die Tour de France in den Jahren 2022 und 2023 gewonnen. In den Jahren 2021, 2024 und 2025 wurde er jeweils Zweiter. Der Sturz ereignete sich auf der 15. Etappe, die als eine der schwersten der Rundfahrt galt. Der Gesamtführende Tadej Pogacar zeigte sich bestürzt über den Ausfall seines größten Konkurrenten. „Es tut mir sehr leid für Jonas. Er ist ein großartiger Champion und ein harter Gegner. Ich hoffe, er erholt sich schnell“, sagte Pogacar im Ziel.
Das Team Visma-Lease a Bike bestätigte den Ausfall und kündigte eine genaue Untersuchung der Verletzung an. „Jonas wird nun umfassend medizinisch versorgt. Wir werden in den kommenden Stunden mehr über die Schwere seiner Verletzung wissen“, erklärte ein Teamsprecher. Der Sturz überschattet die Entscheidung in den Pyrenäen, wo Pogacar seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte.



