Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel sieht im Wechsel zum FC Bayern München einen Grund für die Top-Form von Stürmer Harry Kane. „In einer Umgebung wie bei den Bayern zu sein, wo es immer nur ums Gewinnen geht, formt deine Mentalität“, sagte Tuchel. „Dort gibt es keine Ausreden. Jeden Tag geht es ums Gewinnen. Das holt das Beste aus Harry heraus.“
Kane in Top-Form – sechs Tore bei der WM
Kane, der bisher sechs Tore bei dieser WM erzielt hat, wird auch an diesem Samstagabend in Miami (23.00 Uhr/MagentaTV) im Viertelfinale gegen Norwegen zu den Schlüsselspielern zählen. Aus England war zuletzt Kritik am Bayern-Wechsel von Kane vor drei Jahren aufgekommen. Der frühere Nationalspieler Michael Owen meinte, Kane sei besser als die Bundesliga, da diese abgesehen von den Bayern „sehr durchschnittlich“ sei.
Tuchel: „Mir fehlen langsam die Worte“
Tuchel betonte die enorme Wichtigkeit von Kane für die englische Mannschaft. „Er entscheidet immer unsere Spiele. Mir fehlen langsam die Worte“, sagte der Schwabe und holte dann doch noch aus: „Er ist in der Form seines Lebens, was uns sehr hilft. Er hat das Mindset eines Teamplayers und geht mit gutem Beispiel voran. Er übernimmt immer Verantwortung. Es ist ein Privileg, sein Trainer zu sein.“
Kane über Haaland: „Eine Maschine, ein Biest“
Die Fans in Miami fiebern auf das Duell mit Norwegens Erling Haaland hin. Einen Vergleich wollte Kane nicht ziehen: „Er ist eine Maschine, ein Biest. Wir sollten uns beide nicht vergleichen. Seine Leistungen über die Jahre sprechen für sich“, sagte der 32-Jährige.
Gute Erinnerungen an Miami
An das Stadion von Miami hat Kane beste Erinnerungen. Im vergangenen Sommer spielte er mit den Bayern bei der Club-WM zweimal hier. „Es waren zwei Siege und ich habe ein paar Tore geschossen“, erinnerte sich Kane. „Das sind gute Erinnerungen. Das bedeutet aber nichts, wenn nun keine weitere gute Erinnerung mehr dazu kommt.“
Die Bayern hatten in der Gruppenphase 2:1 gegen die Boca Juniors aus Argentinien gewonnen. Im Achtelfinale setzte man sich 4:2 gegen Flamengo aus Rio de Janeiro durch, bevor man eine Runde später an Paris Saint-Germain scheiterte.



