Tuchel vor Mexiko-Kracher: „Leichte Kopfschmerzen“ im Aztekenstadion
Tuchel: „Leichte Kopfschmerzen“ vor Mexiko-Spiel

Thomas Tuchel rechnet im Achtelfinal-Knaller der englischen Nationalmannschaft im legendären Aztekenstadion mit einem rasanten Attacke-Beginn der Mexikaner. „Die ersten 15, 20 Minuten werden die härtesten für uns“, prophezeite der deutsche Coach der Three Lions knapp 24 Stunden vor dem Anstoß in dem Fußball-Tempel der mexikanischen Hauptstadt (Montag, 02.00 Uhr MESZ/Magenta TV).

Höhenlage und Heimstärke Mexikos

Der WM-Mitgastgeber ist in dem Stadion seit rund 13 Jahren ungeschlagen. In dem über 2200 Meter hoch gelegenen WM-Stadion hat Mexiko auch noch nie ein Weltmeisterschaftsspiel verloren – und es ist bereits die dritte WM nach 1970 und 1986, bei der in der Arena im Süden der Stadt gespielt wird. „Sie werden uns einen Geschmack von der Intensität geben. Wir müssen die besten Leistungen aus den bisherigen Spielen (dieser WM) zusammenbringen, um Mexiko zu schlagen“, betonte Tuchel.

„Es geht kaum mehr, als in diesem Stadion gegen Mexiko zu spielen. Es wird ein richtiger harter Test – aber jeder von uns freut sich auf dieses Spiel“, sagte Routinier Jordan Henderson: „Ich denke nicht, dass man das Spiel mit irgendeiner Partie vergleichen kann, die ich bisher bestritten habe.“

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Mexikos makellose Bilanz

Die Mexikaner gewannen alle ihrer vier Spiele bei diesem Turnier, drei davon im Aztekenstadion. Die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre kassierte bei dessen dritter WM dabei kein Gegentor. „Wir müssen Antworten auf jede Frage finden“, betonte Tuchel.

Tuchel mit Höhenproblemen

Um nicht direkt vor der Partie eine böse Überraschung wegen der Höhe zu erleben, reiste er mit seiner Mannschaft zwei Tage vor der Partie an. Er selbst habe im Hotel leichte Kopfschmerzen gehabt und schlechter geschlafen, berichtete Tuchel. Die Spieler hätten es am Anfang des Trainings am Freitag (Ortszeit) auch gemerkt. „Denn ging es besser“, sagte Tuchel, der ansonsten von der Atmosphäre in Mexiko-Stadt schwärmte. „Es packt dich direkt, diese Begeisterung für die WM“, sagte er: „Du spürst die Energie in dem Land.“

Atmosphäre im Stadion

Eine giftige Atmosphäre im Stadion, in dem die mexikanischen Fans die deutliche Mehrheit bilden dürften unter den 80.824 Zuschauern, erwartet Tuchel nicht. „Es wird emotional, voller Unterstützung für die Heimmannschaft, aber gehe nicht von Feindseligkeit aus.“

Die Verwirrung um eine angeblich frühere Anstoßzeit ist auch vergessen. Wie sein Kollege Aguirre betonte Tuchel, dass das Thema gar nicht an die Mannschaft ran gekommen sei. Zunächst hatten vor allem mexikanische Medien berichtet, aus Sorge vor Gewittern würde die Partie sechs Stunden vorverlegt. „Es war gut in der Luft zu sein für 3,5 Stunden“, sagte Tuchel rückblickend auf den Reisetag mit Flug von Kansas City aus, wo die Engländer ihr WM-Quartier haben. „Als wir gelandet sind, war alles geklärt.“

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