WM-Aus für England: Tuchel nach Niederlage gegen Argentinien in der Kritik
Tuchel nach England-Aus in der Kritik: „Staatsfeind Nummer 1“

Der WM-Traum der englischen Nationalmannschaft ist geplatzt. Im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 unterlag das Team von Trainer Thomas Tuchel dem Titelverteidiger Argentinien mit 1:2 (0:0). Dabei führten die „Three Lions“ durch ein Tor von Anthony Gordon (55.) lange Zeit, ehe die Südamerikaner in der Schlussphase durch Treffer von Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martinez (90.+3) das Spiel drehten und ins Finale einzogen. Für England ist es das dritte WM-Halbfinale in Folge, das verloren geht – die Sechzigerjahre des Wartens auf den zweiten Titel nach 1966 setzen sich fort.

Englische Medien zerreißen Tuchel

Die Reaktionen in der englischen Presse sind vernichtend, insbesondere gegenüber Trainer Thomas Tuchel. Die „Sun“ schreibt: „Welt des Schmerzes – den ‚Three Lions‘ wird das Herz gebrochen. Zu Fall gebracht von dem wohl größten Spieler aller Zeiten. Für Thomas Tuchel und England wird es in New York kein Märchen geben – keine Chance, die 60 Jahre des Leidens zu beenden. Das geht ganz klar auf die Kappe des Trainers. Thomas Tuchel sollte eigentlich das fehlende Puzzlestück liefern, um endlich den großen Titel zu holen. Doch als er die wichtigsten Entscheidungen treffen musste, um sein Gehalt zu rechtfertigen, wurde er zu einer weiteren Version all der anderen Beinahe-Männer.“

Die „Daily Mail“ titelt: „Den ‚Three‘ Lions wird das Herz gebrochen! Joker Lautaro Martínez köpft in der Nachspielzeit nach einer Flanke von Lionel Messi den Siegtreffer. Es ist schon wieder passiert ... Erneute Enttäuschung für England. Aller guten Dinge sind eben nicht drei. Die ‚Three Lions‘ verlieren ihr drittes WM-Halbfinale in Folge – und diese Niederlage schmerzt mehr als die meisten anderen.“

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Tuchels Wechselentscheidungen im Fokus

Besonders die Auswechslungen von Tuchel in der Schlussphase werden kritisiert. Der „Daily Mirror“ schreibt: „Thomas Tuchel hat seine Spieler mit inakzeptablen Wechseln im Stich gelassen. Seine Wechsel gingen spektakulär nach hinten los.“ Auch die „BBC“ urteilt: „Es fühlt sich wie die schmerzhafteste Niederlage in 60 Jahren Schmerz an. Englands Spieler und Trainer hatten die Unsterblichkeit in den Händen. Aber ihr Griff löste sich durch die katastrophalen Entscheidungen von Thomas Tuchel.“

Der „Guardian“ pflichtet bei: „Die Herzen der Engländer sind gebrochen. Argentinien bucht sich durch einen späten Doppelpack den Platz im WM-Finale. Es sollte alles ganz anders sein unter Tuchel. Aber Argentinien zeigte Entschlossenheit und Thomas Tuchel zeigte Angst. England hat dieses Halbfinale im Grunde einfach weggeworfen.“

Internationale Pressestimmen: Argentinien als „Entfesselungskünstler“

Die argentinische Zeitung „Clarin“ feiert den Sieg: „Mit purem Herzen! Argentinien dreht das Spiel gegen England und steht im Finale. Die Nationalmannschaft lag nach einem Tor von Gordon in der zweiten Halbzeit zurück, doch Scaloni setzte auf die Spieler von der Bank und leitete so eine historische Wende ein.“ „La Nacion“ spricht von einem „Triumph für die Ewigkeit“.

Aus Australien schreibt der „Sydney Morning Herald“: „Was soll er jetzt machen? Wie könnte er (Tuchel) als Staatsfeind Nummer eins überhaupt noch nach England zurückkehren? In den Sozialen Medien fragten sich Fans, Journalisten und Experten lautstark, ob Tuchel zu früh zu defensiv geworden war – und ob England für diese Entscheidungen schon bald würde bezahlen müssen. Warum glaubte er nicht an sein Team?“

Die Schweizer „Neue Zürcher Zeitung“ kommentiert: „Dem Titelhalter Argentinien gelingt im WM-Halbfinal die nächste dramatische Wende – Englands Coach Tuchel erlebt sein persönliches Waterloo. Einmal mehr entpuppen sich Lionel Messi und Co. als Entfesselungskünstler.“

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Messi führt Argentinien ins Finale

Die spanische „Sport“ schreibt: „Er ist unsterblich. Einzigartig. Unersetzlich. Lionel Andrés Messi Cuccittini weigert sich zu gehen. Der Kapitän führte Argentiniens Wunderteam in Atlanta zu einem epischen Comeback, eliminierte England und schrieb damit erneut Geschichte.“ Die französische „L'Équipe“ bezeichnet Argentinien als „heroisch“: „Fünf Minuten vor dem Ende zurückliegend und erneut bis an die Grenzen gedrängt, hat Argentinien wieder eine außergewöhnliche Remontada geschafft, um die Three Lions an diesem Mittwoch in Atlanta aus dem Turnier zu werfen.“

Italiens „Gazetta dello Sport“ fasst zusammen: „Zwei Vorlagen von Messi und ein Tor von Lautaro in der 92. Minute: Argentinien schlägt England und zieht ins Finale gegen Spanien ein!“