Thomas Tuchel (52) hat im WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England die Fassung verloren. Der englische Nationaltrainer rastete nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung aus und stürmte auf den vierten Offiziellen Maurizio Mariani zu. Die Partie, die aufgrund des Falklandkriegs historisch emotional aufgeladen war, wurde am 15. Juli 2026 ausgetragen.
Umstrittene Szene in der 29. Minute
In der 29. Minute traf Argentiniens Alexis Mac Allister Englands Reece James deutlich am Bein. US-Schiedsrichter Ismail Elfath entschied jedoch nicht auf Freistoß für England, wie Tuchel und James erwartet hatten. Stattdessen zeigte Elfath zunächst Einwurf für England an, um sich dann umzuentscheiden: Argentinien setzte das Spiel mit einem Einwurf fort. Diese doppelte Fehlentscheidung brachte Tuchel in Rage.
Der 52-Jährige reagierte entgeistert, gestikulierte wild und brüllte den vierten Offiziellen an. Magenta-Kommentator Wolff-Christoph Fuss stellte fest: „Tuchel ist böse, er ist richtig böse.“
Tuchel zählt Fouls der Argentinier
Generell gingen beide Teams sehr hart zur Sache. Tuchel zählte die Anzahl der Fouls der Argentinier mit und zeigte dem vierten Offiziellen immer wieder einen Finger mehr. Mats Hummels, der bei MagentaTV als Experte fungierte, kommentierte: „Irgendwann sind ihm die Hände ausgegangen – bei der Anzahl der Fouls, die die Argentinier begangen haben.“
Hummels über Tuchels Taktik
Hummels, der in der Saison 2015/2016 unter Tuchel bei Borussia Dortmund spielte, gewährte Einblicke in die Kabine: „Es ging ab Sekunde 1 richtig zur Sache. Vor allem die Argentinier. Sie haben direkt versucht, zu zeigen, wie sie unterwegs sind. Die Engländer sind aber bestens darauf vorbereitet. Ich kenne Thomas Tuchel – wenn wir Spiele gegen ähnliche Mannschaften hatten, hat er uns vorher ganz klar darauf aufmerksam gemacht. Er hat gesagt: kühlen Kopf bewahren. Sie wollen diese Emotionalität. England hält in den Zweikämpfen dagegen, aber lässt sich gar nicht provozieren von der Herangehensweise der Argentinier.“
Historisch emotionales Halbfinale
Das Spiel war aufgrund des Falklandkriegs zwischen Argentinien und Großbritannien emotional aufgeladen. Beide Teams lieferten sich intensive Zweikämpfe, wobei Argentinien laut Tuchel besonders aggressiv agierte. Die Partie wurde um 21 Uhr in der ARD und bei MagentaTV übertragen.



