Zwei Tage vor dem Viertelfinal-Kracher zwischen Norwegen und England kam es bei der Pressekonferenz von Stürmerstar Erling Haaland zu tumultartigen Szenen. Rund 150 Journalisten und Fotografen drängten sich im Stadion von Inter Miami in Fort Lauderdale, um einen Blick auf den 25-jährigen Torjäger zu erhaschen. Der norwegische Rundfunksender NRK berichtete von einer riesigen Schlange bereits vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr Ortszeit.
Haaland als Popstar: Medienansturm auf Norwegens Superstar
Haaland, der bei seiner ersten Weltmeisterschaft bereits sieben Tore erzielte und nur von Lionel Messi (acht Treffer) übertroffen wird, hat nach Ansicht von NRK „den Status eines Popstars erlangt“. Die Pressekonferenz war ursprünglich für alle drei norwegischen Spieler angesetzt, doch die Aufmerksamkeit galt fast ausschließlich Haaland. Seine Teamkollegen Morten Thorsby und Kristian Thorstvedt zeigten sich davon unbeeindruckt.
Thorstvedt, Mittelfeldspieler von Sassuolo, kommentierte das Medieninteresse mit den Worten: „Hier ist ja ein ziemlicher Tumult. Alle richten ihre Aufmerksamkeit auf ihn, das ist in dem Fall auch gut für mich. Kein Problem!“ Thorsby, ehemals bei Union Berlin aktiv, fügte hinzu: „Das ist die größte Pressekonferenz, auf der ich war. Aber wir haben uns die Aufmerksamkeit verdient, wir haben abgeliefert. Jetzt wollen wir den Moment genießen.“
Norwegens Erfolg: Vom Außenseiter zum Titelkandidaten
Norwegen begeistert bei dieser WM nicht nur mit Haalands Toren, sondern auch mit einem kollektiven Ruder-Jubel, der die Fans mitreißt. Nach dem 2:1-Sieg gegen Brasilien im Achtelfinale sind die Wikinger in aller Munde. Haaland selbst äußerte sich auf der Pressekonferenz zu dem Medienrummel: „Ich finde das schön, denn normalerweise bedeutet das, dass man etwas richtig macht und dass das eigene Land etwas richtig macht. Ich finde das absolut fantastisch.“
Das Viertelfinale gegen England findet am Samstagabend um 23 Uhr statt und wird bei MagentaTV übertragen. Norwegen geht mit breiter Brust in die Partie, während die englische Mannschaft gewarnt sein dürfte. Haalands sieben WM-Tore sprechen eine deutliche Sprache.



