Hunderte deutsche Fußballfans haben am Mittwochabend (Ortszeit) den Times Square in New York in eine improvisierte Fanmeile verwandelt. Nach dem 3:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 skandierten die Anhänger immer wieder den Namen des zweifachen Torschützen Deniz Undav. „Undav, Undav, Undav Täterä“, hallte es zwischen den riesigen Werbetafeln des berühmten Platzes.
Ausgelassene Stimmung trotz später Stunde
BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche berichtete live vom Schauplatz und beschrieb die Menge als „außer Rand und Band“. Die Feierlichkeiten begannen unmittelbar nach dem Abpfiff der Partie, die in New York am späten Abend endete. Trotz der fortgeschrittenen Stunde versammelten sich die Fans in großer Zahl, schwenkten Deutschland-Fahnen und stimmten immer wieder neue Sprechchöre an. „Es ist unglaublich, wie viele Menschen hier zusammengekommen sind, um diesen wichtigen Sieg zu feiern“, sagte Pfannkuche.
Undav als Held des Abends
Deniz Undav war mit zwei Treffern der überragende Spieler der Partie. Der Stürmer, der erst im Turnierverlauf zum Stammpersonal gestoßen war, erzielte in der 34. und 72. Minute die Tore zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:1. „Er ist einfach ein Phänomen“, schwärmte ein Fan aus Berlin, der mit einer Gruppe von Freunden nach New York gereist war. „So einen Spieler haben wir lange nicht gehabt.“
Vorfreude auf das nächste Spiel
Mit dem Sieg gegen die USA hat Deutschland vor dem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea beste Karten auf das Achtelfinale. Die Fans am Times Square blickten bereits voller Vorfreude auf die nächste Partie. „Jetzt wollen wir den Gruppensieg perfekt machen“, rief ein junger Mann aus München in die Menge. Die Stimmung sei „einfach fantastisch“ und gebe der Mannschaft zusätzlichen Rückenwind.
Die Polizei in New York zeigte sich mit dem Verlauf der Feierlichkeiten zufrieden. Es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben, hieß es. Die Fans hätten sich trotz der ausgelassenen Stimmung weitgehend friedlich verhalten. Die Feier am Times Square klang erst in den frühen Morgenstunden langsam aus.



