Union: Acht Stürmer, zwei Plätze – Wer zittern muss
Union: Acht Stürmer, zwei Plätze – Wer zittern muss

Der 1. FC Union Berlin hat mit der Verpflichtung von Emmanuel Latte Lath (27) einen neuen Stürmer an Bord geholt. Der Ivorer kommt per Leihe vom US-Klub Atlanta und sorgt damit für ein Luxusproblem: Acht Angreifer kämpfen künftig um nur zwei Plätze in der Startelf. Trainer Mauro Lustrinelli (50) steht vor der Herausforderung, den Konkurrenzkampf zu managen. Doch wer profitiert vom Transfer, und wer muss um seine Einsatzzeiten bangen?

Der Gewinner: Ilyas Ansah

Ilyas Ansah (21) gilt als die große Zukunftshoffnung der Eisernen. Nach seiner ersten Bundesliga-Saison könnte der U21-Nationalspieler mit Latte Lath an seiner Seite den endgültigen Durchbruch schaffen. Beim 2:2 im Test gegen Cagliari traf Ansah doppelt und zeigte erneut seine Stärken: Wucht, Tempo und Präsenz im Strafraum. Vom Spielertyp ähnelt er dem Neuzugang, bringt mit seinen 1,97 Metern aber noch mehr Kopfballstärke mit.

Lustrinelli lobte den Youngster ausdrücklich: „Im Test hat er sich gezeigt und dann ist er natürlich mit seiner körperlichen Präsenz sicher eine Waffe.“ Sollte der Trainer auf einen „Büffel-Sturm“ aus Lath und Ansah setzen, könnte der 21-Jährige enorm vom neuen Nebenmann profitieren. Zudem kann Ansah auch über die Außenbahnen kommen – in der Vorbereitung wurde er dort häufig eingesetzt. Das macht ihn flexibel und erhöht seine Einsatzchancen.

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Der Verlierer: Dmytro Bogdanov

Für Nachwuchs-Stürmer Dmytro Bogdanov (19) wird der Konkurrenzkampf nun härter denn je. Der Youngster machte mit starken Leistungen bei der U19-Europameisterschaft auf sich aufmerksam und durfte bereits Bundesliga-Luft schnuppern. Doch mit nun acht Angreifern im Kader dürften seine Einsatzchancen deutlich sinken. Eine Leihe erscheint daher als realistische Option, um Spielpraxis zu sammeln. Gleiches gilt für Julien Friedrich (19), der bereits in der vergangenen Saison beim Regionalligisten Altglienicke Spielpraxis sammelte.

Kampf um die Startelf

Andrej Ilić (26) war in der Vorsaison einer der besten Vorbereiter der Bundesliga und galt daher als gesetzt – neun Torvorlagen steuerte er bei. Doch unter Lustrinelli startet jeder bei null. Der Serbe muss seinen Platz neu verteidigen und ist zudem aktuell nicht voll belastbar. Auch Oliver Burke (29) steht unter Druck: Der Schotte verpasste wegen Problemen mit der Achillessehne große Teile der Vorbereitung und reist nicht mit ins Trainingslager. Während andere Spieler die Gelegenheit nutzten, um auf sich aufmerksam zu machen, fehlte Burke die Bühne.

Einsatzzeiten werden knapper

Für Tim Skarke (29) wird die Luft immer dünner. Der Offensivmann konnte die Erwartungen bei Union nie erfüllen und erzielte in 66 Pflichtspielen lediglich ein Tor. Nach dem Latte-Lath-Transfer deutet vieles auf einen Abschied hin. Ähnlich sieht es bei Marin Ljubicic (27) aus: Zwar traf der Kroate in der Vorbereitung sechsmal, doch die Konkurrenz im Sturmzentrum ist inzwischen gewaltig.

Die Botschaft des Latte-Lath-Transfers ist klar: Bei Union gibt es künftig keine Stammplatz-Garantie mehr. Im Angriff beginnt der Verdrängungskampf jetzt erst richtig. Die Verantwortlichen um Trainer Lustrinelli müssen eine schwierige Entscheidung treffen, wer die zwei begehrten Plätze in der Offensive erhält. Die Vorbereitung hat gezeigt, dass mehrere Spieler in Topform sind, was die Auswahl nicht leichter macht.

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