Preußen Münster: Uphues sieht stabiles Grundgerüst für Drittliga-Saison
Uphues: Stabiles Grundgerüst für Preußen

Preußen Münsters Sportdirektor Jan Uphues blickt mit Vorfreude und Spannung der neuen Drittliga-Saison entgegen. Die Leistungsdiagnostik startet am Donnerstag, bevor Neu-Coach Thomas Wörle am Sonntagvormittag um 11 Uhr zur ersten offiziellen Trainingseinheit ruft. „Bis dahin wollen wir einen Großteil unseres Kaders beisammen haben“, hatte Uphues bereits zu Beginn der Sommerpause angekündigt. Mit Mika Stuhlmacher (vom SV Meppen), Lucas Zeller (Schweinfurt), Ryan Johansson (Wehen Wiesbaden) und Montell Ndikom (Hannover II) konnten vier Neuzugänge vermeldet werden. Zudem wurden die Verträge von Niko Koulis, Rico Preißinger, Marvin Schulz und Charalambos Makridis verlängert.

Uphues: „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf zufrieden“

Auf die Frage, ob weitere Transfers anstehen, antwortete Uphues: „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf unserer Kaderzusammenstellung durchaus zufrieden. Aber nicht am Ende. Bis zum Wochenende kommen noch Spieler dazu. Auch danach wird es ein paar weitere Bewegungen geben. Wichtig war uns, den Großteil der Mannschaft zum Trainingsstart zusammenzuhaben. Das ist gelungen.“ Bislang habe man vor allem Spieler aus unteren Ligen verpflichtet. Uphues differenziert: „Wir sind nun einmal in der kommenden Saison Drittligist mit den entsprechend veränderten Möglichkeiten. Dazu gehört aber auch, dass wir aus der letztjährigen Mannschaft noch relativ viele Spieler an Bord haben, die uns mit ihrer fußballerischen und charakterlichen Qualität in der neuen Spielzeit helfen sollten. Es war unser erklärtes Ziel, ein stabiles Gerüst mit Spielern dieser Qualität zu bauen. Dass wir darüber hinaus die Verträge einiger Jungs, die wir uns für dieses Modell gewünscht haben, verlängern konnten, freut uns sehr. Zur Kaderplanung gehört aber ebenso der Gedanke, hungrige, entwicklungsfähige Herausforderer zu holen, die bei uns den nächsten Schritt ihrer Laufbahn gehen wollen. Bei einem Drittligakader ist es nur logisch, dass diese Neuzugänge überwiegend aus der Regionalliga oder eigenen Jugend kommen.“

Führungsspieler und Handlungsbedarf

Zu den Führungsspielern sagte Uphues: „Zunächst einmal ist wichtig, dass sich jeder mit seinen fußballerischen und charakterlichen Fähigkeiten in unsere Mannschaft einbringt. Trotzdem wird es natürlich einige geben, die das etwas mehr tun und als Führungsspieler vorangehen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen Prozess – die Rollen werden sich im Laufe der Vorbereitung und Saison entsprechend entwickeln. Wir haben ja schon über das Fundament der Mannschaft gesprochen. Es besteht aus Spielern, die für Preußen Münster bereits viel auf dem Platz standen, den Verein gut kennen und grundsätzlich genügend Erfahrung im Profifußball mitbringen.“ Auf weiteren Handlungsbedarf angesprochen, erklärte er: „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir noch einen Zentrumsstürmer und einen Rechtsverteidiger suchen. Darüber hinaus werden wir aber auch die Eindrücke der Vorbereitung in die weitere Planung aufnehmen. Jeder hat somit die Chance, sich zu empfehlen.“

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Zukunft von Torhüter Johannes Schenk

Mit Jano ter Horst und Oliver Batista-Meier wurden bereits zwei Profis an den Bundesligisten Paderborn verkauft. Der Verbleib von Torhüter Johannes Schenk ist trotz gültigen Vertrags in Münster noch offen. Uphues dazu: „Jojo ist Spieler von Preußen Münster und wird am Sonntag wie alle anderen Spieler zum Trainingsauftakt erscheinen. Wir wissen, dass es Vereine aus höheren Ligen gibt, die sich sehr für ihn interessieren. Er ist noch jung und hat trotzdem schon auf hohem Niveau bewiesen, dass er ein sehr guter Torhüter ist. Wenn sich für alle Seiten eine passende Lösung ergibt, werden wir darüber sprechen. Aber wir haben Jojo auch sehr gerne in unseren Reihen.“ Sollte Schenk den Verein verlassen, müsste ein neuer Keeper her? Uphues: „Dazu äußern wir uns erst, wenn es soweit kommen sollte. Aber klar ist, dass wir mit Morten Behrens schon einen Torhüter haben, der ohne Zweifel auch als Nummer 1 in die Saison gehen kann.“ Auf das Gerücht um Matthis Harsmann vom SV Rödinghausen reagierte er: „Personalgerüchte kommentiere ich grundsätzlich nicht. Wenn es etwas zu sagen gibt, vermelden wir es offiziell.“

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Erwartungen als Zweitliga-Absteiger

Als Zweitliga-Absteiger zählt Preußen automatisch zum Kreis der Aufstiegskandidaten. Uphues: „Ich verstehe natürlich den Gedanken dahinter. Wichtig ist aber zu wissen, dass die Spielklassenzugehörigkeit der vorigen Saison uns in der kommenden überhaupt nicht hilft. Es wird ein offener Wettkampf sein, in dem jede Mannschaft um jeden Punkt kämpft. Einige Vereine werden ein höheres Budget haben, andere besonders kreativ sein oder über eine hohe Konstanz und Geschlossenheit kommen. Wir müssen mit unseren Möglichkeiten einen eigenen Weg finden. Unsere Ambition ist, wieder etwas Erfolgreiches zu entwickeln. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass wir gerade erst abgestiegen sind. Was kurzzeitig auch einige Nachteile und Risiken bedeutet. Umso wichtiger ist es deshalb, zunächst die 3. Liga voll anzunehmen. Wir wollen uns hier nachhaltig stabilisieren, um auf Dauer aus einer gefestigten Position wieder selbstbewusst angreifen zu können.“

Umgang mit Stress und Druck

Wie geht Uphues persönlich mit Stress und Druck um? „Natürlich sind es gerade äußerst intensive Tage und Wochen für alle im Verein. Wir stecken in einer besonderen Situation, die für jeden aktuell sehr viel Arbeit bedeutet. Und zum Druck: Wer etwas gut machen möchte, hat immer Druck. Uns ist klar, dass Preußen Münster sehr vielen Menschen eine Menge bedeutet. Das ist mit einer hohen Erwartungshaltung verbunden. Uns bedeutet der Club aber ebenfalls sehr viel. Wir sehen deshalb unsere Rollen als Privileg an und sind maximal motiviert, einen möglichst guten Job zu machen!“

DFB-Pokal: Doppelspieltag im LVM-Stadion

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die genauen Ansetzungen der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals bekanntgegeben. Preußen empfängt den Zweitligisten Karlsruher SC am Freitagabend, 21. August, um 18 Uhr im heimischen LVM-Stadion. Oberligist Westfalia Rhynern nutzt das Stadion ebenfalls als Spielstätte und empfängt dort Dynamo Dresden zwei Tage später (Sonntag, 23. August, 15:30 Uhr) zum ersten DFB-Pokalspiel seiner Vereinsgeschichte. In der ersten Runde des Westfalenpokals müssen die „Adlerträger“ am Mittwoch, 12. August, um 19 Uhr bei Oberligist SpVgg Vreden im Hamalandstadion antreten.