Widerstand gegen Gewerbepark im Potsdamer Norden wächst
Widerstand gegen Gewerbepark im Potsdamer Norden

Im Potsdamer Norden regt sich weiterhin Widerstand gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Friedrichspark bei Marquardt. Auf einer Fläche von 70 Hektar sollen drei Möbelhäuser und eine riesige Logistikhalle entstehen. Der Ortsvorsteher von Satzkorn, Dieter Spira, äußerte am Dienstagabend im Bauausschuss der Stadt deutliche Kritik: „Wir sind der größte Flächengeber für diesen Bebauungsplan, aber uns fehlt etwas.“

Geplante Dimensionen des Gewerbeparks

Der Friedrichspark soll zu einem der größten Gewerbegebiete der Region ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem drei Möbelhäuser sowie eine Logistikhalle, die nach Angaben von Spira „die größte freistehende Halle in Brandenburg“ wäre. Die Gesamtfläche des Areals beträgt rund 70 Hektar, wovon ein erheblicher Teil auf die Gemarkung Satzkorn entfällt. Die Anwohner befürchten eine massive Zunahme von Lärm und Verkehr sowie negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Kritik aus Satzkorn

„Uns fehlt eine echte Beteiligung und Transparenz“, kritisierte Spira. Die Satzkorner fühlten sich übergangen, da die Planungen weitgehend ohne ihre Einbeziehung vorangetrieben worden seien. Zudem sei die Infrastruktur nicht ausreichend auf die zusätzlichen Lasten vorbereitet. „Wir haben bereits jetzt Probleme mit dem Verkehr. Wenn hier drei Möbelhäuser und eine riesige Halle entstehen, wird sich die Situation dramatisch verschlechtern“, warnte der Ortsvorsteher.

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Reaktion des Rathauses

Die Stadt Potsdam wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des Rathauses erklärte, dass die Planungen transparent und unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften erfolgten. „Die Bürgerbeteiligung wurde in mehreren öffentlichen Veranstaltungen durchgeführt“, so der Sprecher. Zudem sei eine umfassende Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben worden, um die Auswirkungen zu bewerten. Die Stadt sehe in dem Gewerbepark eine wichtige wirtschaftliche Entwicklung für die Region, die Arbeitsplätze schaffe und die Nahversorgung verbessere.

Aktueller Stand der Planungen

Der Bauausschuss hat die Pläne am Dienstagabend erneut beraten, jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Stadtverordneten werden voraussichtlich in den kommenden Wochen über den Bebauungsplan abstimmen. Die Gegner des Projekts kündigten an, ihre Proteste fortzusetzen und gegebenenfalls rechtliche Schritte zu prüfen.

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