Beim 7:0-Testsieg des VfB Stuttgart gegen den TSV Balingen sorgten zwei Spieler für Aufsehen, mit denen vor dem Spiel wohl niemand gerechnet hatte: Jovan Milosevic (20) und Lazar Jovanovic (19) erzielten jeweils einen Doppelpack. Milosevic traf unter anderem per Fallrückzieher, Jovanovic nach feiner Ballannahme per Chip. Doch trotz dieser Traumtore planen die serbischen Offensivtalente ihren Abschied vom VfB.
Keine Perspektive in Stuttgart
An der grundsätzlichen Qualität des Duos zweifelt beim VfB niemand. Dennoch sehen beide keine Perspektive auf Einsatzzeit in Stuttgart. Milosevic, seit 2023 beim VfB, wurde bereits mehrfach verliehen, zuletzt an Werder Bremen, wo er drei Tore erzielte. Den Durchbruch in Stuttgart schaffte er nie. Nach BILD-Informationen darf er den Klub diesen Sommer verlassen, am liebsten per festem Verkauf. Der VfB fordert rund sechs Millionen Euro, ein konkretes Angebot liegt jedoch noch nicht vor.
Trainer Sebastian Hoeneß (44) sagte am Sonntag: „Wir sind im Austausch, da gibt es immer die Möglichkeit, Dinge in seine Richtung zu lenken. Er ist jung, hat in Bremen schon Bundesliga gespielt und Tore gemacht. Deswegen wird es für ihn wichtig sein, dass er spielt. Da werden wir täglich die Situation beobachten. Das wird er auch so auf dem Transfermarkt machen.“
Jovanovic ebenfalls auf dem Sprung
Ähnlich sieht es bei Lazar Jovanovic aus. Der Flügelspieler kam erst im vergangenen Sommer zum VfB, absolvierte in seiner ersten Saison jedoch nur drei Bundesliga-Spiele und zeigt sich enttäuscht. Auch er strebt einen Abgang an. Da beide Spieler Nicht-EU-Bürger sind, dürfen sie nicht in Stuttgarts zweiter Mannschaft Spielpraxis sammeln, was ihre Perspektive weiter einschränkt.
Hoeneß erklärte: „Lazar hat enorme Qualität, deswegen ist es auch für ihn sehr wichtig, zu spielen. Daher gibt es auch bei ihm Überlegungen, wie wir das hinbekommen.“ Anders als Milosevic dürfte Jovanovic voraussichtlich nur per Leihe abgegeben werden.
Auswirkungen auf die VfB-Planung
Die möglichen Abgänge der beiden Talente könnten die Offensivplanung des VfB beeinflussen. Stuttgart muss sich nach Alternativen umsehen, falls die Transfers zustande kommen. Für Milosevic und Jovanovic steht die eigene Spielzeit im Vordergrund, die sie beim VfB nicht garantiert sehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob konkrete Angebote eingehen und die Wechsel vollzogen werden.



