54 Tage nach dem Pokalfinale gegen Bayern München (0:3) kehrten die Profis des VfB Stuttgart am Donnerstagnachmittag auf den Trainingsplatz zurück. Rund 1000 Fans verfolgten die erste Einheit der Spielzeit 2026/27 und bekamen dabei zahlreiche Neuerungen zu sehen.
Erstmals Training auf Platz „M1“
Erstmals trainierten die Stuttgarter Profis auf dem Trainingsplatz „M1“, der sich gegenüber dem Klub- und Trainingszentrum auf der anderen Seite der Mercedesstraße befindet. Der Platz wurde bereits im März fertiggestellt. Neuer Platz, neue Gesichter: Die Neuzugänge Grischa Prömel (31, von der TSG 1899 Hoffenheim) und Tim van der Leij (20, von RKC Waalwijk) standen erstmals für die VfB-Profis auf dem Rasen.
Veränderungen im Tor
Auch im Tor gibt es zwei neue Gesichter: Marius Funk (30, von Energie Cottbus) ist Stuttgarts neue Nummer 3 und soll die neue Nummer 1 unterstützen: Dennis Seimen (20). Das Torwart-Talent aus dem eigenen Nachwuchs sammelte in der vergangenen Saison per Leihe Spielpraxis beim SC Paderborn, entwickelte sich zu einem der besten Torhüter der zweiten Liga und hatte entscheidenden Anteil am Aufstieg der Ostwestfalen. Seimen ist damit der Nachfolger von Alexander Nübel, der nach Leihende zum FC Bayern zurückkehrte.
Fehlende Spieler
Nicht mit auf dem Trainingsplatz waren die Stuttgarter WM-Fahrer (Deniz Undav, Jamie Leweling, Angelo Stiller, Michel Arévalo, Jaquez, El Khannouss), Kapitän Atakan Karazor (29, Urlaub) und Lorenz Assignon (26, Schulterverletzung). Ramon Hendriks (24, Ferse) und Jeff Chabot (28, Knie) trainierten nur individuell.
Wohlgemuth: „Außergewöhnliche Entwicklung fortführen“
VfB-Sportboss Fabian Wohlgemuth (47) sagte am Donnerstag: „Die Vorfreude auf eine neue Saison ist immer sehr groß. Insbesondere wenn der Sommer nicht die Freude geliefert hat, die im Hinblick auf die Nationalmannschaft zu erwarten war.“ Über die Zielsetzung für die neue Saison sagte Wohlgemuth: „Wir haben in den letzten drei Jahren eine außergewöhnliche Entwicklung genommen, diese können wir diese Saison hoffentlich fortführen. Wir sind dieses Jahr einen Schritt weiter. Und Entwicklung heißt für mich, dass wir das nicht abreißen lassen. Wir spielen wieder Champions League, das wird mit der Dreifachbelastung wieder strapaziös. Aber wir können auf die Erfahrung der Mannschaft aus den letzten Jahren bauen.“
Klare Erwartungshaltung
Heißt: Auch wenn der VfB öffentlich kein Ziel ausgibt, ist die Erwartungshaltung klar. Stuttgart will an den steilen Aufstieg der letzten Jahre anknüpfen und auch diese Saison zeigen, dass der VfB weiterhin eine der besten Mannschaften Deutschlands ist. Die Champions-League-Teilnahme und die Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und internationalem Geschäft stellen hohe Anforderungen, doch der Kader ist erfahren und breit aufgestellt.



