Der Poker um Hertha-Torwart Tjark Ernst (23) wird immer spannender. Eigentlich war mit Bundesliga-Absteiger Wolfsburg schon alles klar, Ernst war bereits vor Ort. Jetzt aber mischen Ajax Amsterdam und seit Neuestem auch Schottland-Meister Celtic Glasgow im Werben um Ernst mit. Und dann ist da auch noch Hertha mit einem Geheimplan und einer Außenseiterchance.
Vierkampf um Keeper Ernst geht in entscheidende Phase
Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) erklärte: „Natürlich möchte ich, dass er bei uns bleibt. Aber es gibt eine Anfrage. Tjark muss jetzt eine Entscheidung treffen, in die eine oder andere Richtung.“ Wie BILD berichtete, besitzt Ernst eine spezielle Ausstiegsklausel. Für fünf Millionen Euro darf er wechseln, wenn der neue Klub aus einer der Top-5-Ligen Europas stammt oder am internationalen Geschäft teilnimmt. Eine Frist für diese Ausstiegsklausel gibt es nicht. Ernst könnte jederzeit bis Ende der Transferperiode (1. September) die Klausel ziehen und gehen.
Celtic Glasgow heiß auf Ernst – Hertha lockt mit Kiraly-Plan
Am lukrativsten ist wohl Glasgow, das eine neue Nummer 1 sucht, weil Kasper Schmeichel (39) seine Karriere wegen einer Schulterverletzung beenden musste. Ernst würde die Champions League winken (Celtic spielt in der Qualifikation), das internationale Geschäft wäre ihm sicher. Aber auch die Berliner sind nicht untätig, haben ihm einen langfristigen Herthaweg aufgezeigt. Ernst soll der Gabor Kiraly (50) der Zukunft werden. Der Ungar mit der grauen Jogginghose stand zwischen 1997 und 2004 zwischen den Pfosten der Herthaner, bestritt 252 Pflichtspiele und erlangte Legendenstatus. Das ist jetzt auch der Hertha-Plan mit Ernst. Er soll das neue Aushängeschild bei den Blau-Weißen werden, so wie Kiraly damals.
Hertha-Geschäftsführer äußert sich zu Ernst
Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich (59) sagte: „Wir sind Vertragspartner des Spielers. Noch ist er hier. So ein Torhüter, der in jungen Jahren so eine Ausstrahlung hat, weckt Begehrlichkeiten. Er weiß aber auch, was er an uns hat, welche Position er hier einnehmen kann. Wir werden sehen, wie die Parteien entscheiden. Wir sind vorbereitet, fallen nicht in ein tiefes Loch.“ Für diesen Fall wäre Florian Kastenmeier (28), der nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf ablösefrei zu haben ist, ein heißer Nachfolge-Kandidat. Trotz der großen Konkurrenz hat Hertha den Kampf um Tjark Ernst noch nicht aufgegeben.



