Warum Javier Milei das WM-Finale Spanien vs. Argentinien meidet
Warum Milei das WM-Finale meidet

Argentinien steckt im WM-Fieber. Am Sonntag trifft die Nationalmannschaft im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Spanien. Das Land steht still, selbst eine Senatssitzung zu einem umstrittenen Gesetz wurde verschoben. Doch eine prominente Person wird im Stadion fehlen: Präsident Javier Milei. Der libertäre Staatschef meidet das Finale – aus einer Mischung aus Aberglaube und politischem Kalkül.

Präsident Milei bleibt zu Hause

Milei, ein erklärter Fußballfan, hatte bereits die Halbfinalspiele nicht besucht. Offiziell heißt es, er wolle die Mannschaft nicht unter Druck setzen. Inoffiziell wird spekuliert, dass er den Zauber der Mannschaft nicht brechen will. Viele Argentinier sind abergläubisch: Manche Fans waschen ihre Kleidung während des Turniers nicht, um den Erfolg nicht zu gefährden. Milei, der selbst für seine exzentrischen Ansichten bekannt ist, scheint diesen Aberglauben zu teilen.

Politische Brisanz

Hinzu kommt die politische Dimension. Milei steht innenpolitisch unter Druck. Seine radikalen Reformen, darunter die Abschaffung der Zentralbank und massive Kürzungen, stoßen auf Widerstand. Eine Niederlage im Finale könnte die Stimmung im Land weiter anheizen. Ein Sieg hingegen würde Milei zugeschrieben werden – doch das Risiko, bei einer Niederlage als Unglücksbringer zu gelten, ist ihm zu groß. Daher bleibt er lieber fern.

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„Wenn Argentinien gewinnt, wird Milei sich als Teil des Erfolgs feiern lassen. Verliert die Mannschaft, kann er sagen, er war nicht dabei“, zitiert die Zeitung „Clarín“ einen politischen Analysten.

Schwarze Magie und Rituale

Aberglaube und schwarze Magie haben in Argentinien eine lange Tradition. Während der WM berichten Medien immer wieder von Fans, die Hexerei praktizieren, um den Gegner zu verfluchen. Auch Milei soll laut Kreisen aus seinem Umfeld vor wichtigen Spielen bestimmte Rituale durchführen. Ob er tatsächlich an schwarze Magie glaubt, ist nicht bekannt – aber er scheint nichts dem Zufall zu überlassen.

Die argentinische Mannschaft selbst ist für ihre Lockerheit bekannt. Kapitän Lionel Messi, der nach der WM seinen Rücktritt angekündigt hat, zeigt sich unbeeindruckt vom Hype. „Wir konzentrieren uns auf das Spiel“, sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Finale. „Der Rest ist Nebensache.“

Spanien als Favorit

Sportlich gilt Spanien als leichter Favorit. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente hat im Turnier überzeugt und zeigte im Halbfinale gegen Brasilien eine starke Leistung. Argentinien hingegen haderte in der Vorrunde, kämpfte sich aber ins Finale. Ein Sieg wäre der dritte WM-Titel für Argentinien nach 1978 und 1986.

Das Land hofft auf ein Fußballwunder. Ob mit oder ohne Präsidenten im Stadion – die Argentinier werden ihre Mannschaft unterstützen. Und sollte der Sieg ausbleiben, wird Milei froh sein, nicht dabei gewesen zu sein.

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