Werder Bremen: Nach Bittencourt-Abgang sollen zwei Stars mehr Verantwortung übernehmen
Werder: Zwei Stars sollen nach Bittencourt-Abgang Chef werden

Der Abgang von Leonardo Bittencourt zu Holstein Kiel hinterlässt bei Werder Bremen eine Lücke – nicht nur spielerisch, sondern auch in puncto Führungsstärke. Der 30-Jährige war in den vergangenen Jahren einer der erfahrensten und lautstärksten Spieler im Kader. Nun sollen zwei andere Stars noch mehr Verantwortung übernehmen: Kapitän Marco Friedl und der wiedererstarkte Mittelfeldspieler Romano Schmid.

Friedl und Schmid als neue Führungsduo

Trainer Ole Werner setzt darauf, dass die Hierarchie im Team nun noch klarer verteilt wird. „Marco ist unser Kapitän und trägt ohnehin schon viel Verantwortung. Aber auch Romano hat in den letzten Monaten einen enormen Schritt gemacht“, sagte Werner gegenüber der Presse. Schmid, der in der vergangenen Saison zeitweise haderte, hat sich in der Vorbereitung als einer der Leistungsträger präsentiert.

Laut Vereinsangaben hat Schmid in den Testspielen nicht nur durch Tore und Vorlagen überzeugt, sondern auch durch seine verbesserte Kommunikation auf dem Platz. „Er ist reifer geworden und scheut sich nicht mehr, die jungen Spieler zu führen“, so ein Sprecher des Clubs.

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Bittencourts Abgang schafft Platz für neue Führungskultur

Bittencourt war nach sieben Jahren bei Werder nach Kiel gewechselt, um dort mehr Spielzeit zu bekommen. Sein Abgang wurde von vielen im Verein bedauert, aber auch als Chance gesehen. „Leo war ein wichtiger Spieler, aber wir müssen nach vorne schauen. Jetzt sind andere gefragt, Verantwortung zu übernehmen“, erklärte Sportchef Clemens Fritz.

Mit Friedl und Schmid stehen nun zwei Spieler im Fokus, die unterschiedliche Führungsstile verkörpern. Während Friedl eher durch seine ruhige und besonnene Art überzeugt, bringt Schmid mehr Emotionalität und Lautstärke ins Spiel. „Das ergänzt sich gut“, so Werner.

Auswirkungen auf die Saisonvorbereitung

In den bisherigen Testspielen zeigte sich, dass die neue Rollenverteilung bereits Früchte trägt. Werder gewann drei von vier Partien, wobei Schmid zweimal als Torschütze auffiel. Friedl dirigierte die Abwehr souverän und übernahm auch in schwierigen Phasen die Führung. „Wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend“, sagte Werner.

Die Bremer starten am 24. August mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg in die neue Bundesliga-Saison. Ob die neue Führungsstruktur auch unter Wettbewerbsbedingungen hält, bleibt abzuwarten. „Wir sind auf einem guten Weg, aber es wird noch Zeit brauchen, bis alles perfekt eingespielt ist“, gab Werner zu bedenken.

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