Das deutsche Tennis-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz hat erneut den Einzug ins Wimbledon-Finale verpasst. Das Duo unterlag am Donnerstag im Halbfinale dem Duo Marcelo Arévalo aus El Salvador und Mate Pavic aus Kroatien mit 6:7 (8:10), 2:6. Damit müssen Krawietz und Pütz weiter auf ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel warten. Krawietz hatte zuvor mit Andreas Mies zweimal die French Open gewonnen (2019 und 2020).
Knapper erster Satz mit vergebenen Satzbällen
Auf dem zweitgrößten Court des Londoner Rasenklassikers waren Krawietz und Pütz im ersten Satz nah an der Führung. Im Tiebreak hatten sie drei Satzbälle, konnten diese jedoch nicht nutzen. Am Ende hieß es 6:7 (8:10) aus deutscher Sicht. Die Partie war von Beginn an hart umkämpft, beide Teams zeigten starke Aufschläge und schnelle Volleys.
Medizinischer Notfall unterbricht das Spiel
Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius wurde die Partie zu Beginn des zweiten Satzes für mehrere Minuten unterbrochen. Ein Fan auf der Tribüne benötigte medizinische Hilfe. Während der Pause setzte sich Krawietz auf die Bande, Pütz holte sich Tipps vom Trainer. Nach der Unterbrechung verloren die Deutschen jedoch den Rhythmus.
Entscheidende Aufschlagspiele verloren
Das Duo verlor das Aufschlagspiel von Krawietz zum 2:4. Wenig später war die Hoffnung auf das Wimbledon-Finale endgültig dahin, als auch Pütz mit einem Doppelfehler sein Service abgab und zum 2:6 verlor. Auch im Vorjahr waren Krawietz und Pütz im Halbfinale von Wimbledon ausgeschieden. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen. Das ist enttäuschend“, sagte Pütz nach dem Spiel.
Die Nummer eins der deutschen Herren-Doppel müssen nun weiter auf den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel warten. Krawietz hatte bereits 2019 und 2020 an der Seite von Andreas Mies die French Open gewonnen. Mit Pütz stand er 2023 bereits im Halbfinale von Wimbledon und erreichte bei den French Open 2024 das Viertelfinale.



