WM 2026: Reform der Gruppenphase dringend nötig – Kommentar
WM 2026: Reform der Gruppenphase dringend nötig

Die Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist beendet – und hat nach Ansicht von Kommentator Alfred Draxler dringenden Reformbedarf. Das Turnier mit 48 Mannschaften und 72 Gruppenspielen dauerte mit 18 Tagen so lange wie nie zuvor. Zum Vergleich: Die gesamte WM 1974 in Deutschland umfasste nur 52 Spiele, die WM 2014 in Brasilien 64.

Zu viele Teams, zu wenig Spannung

Da 32 der 48 Teams in die K.o.-Runde einzogen, sei es laut Draxler schwieriger gewesen, auszuscheiden als weiterzukommen. Die zwölf Gruppen seien „verwässert“ worden. In vielen Gruppen sei der Gruppensieg früh vergeben gewesen, und die Favoriten hätten sich fast ausnahmslos durchgesetzt. Einzige Ausnahme: Portugal qualifizierte sich nur als Zweiter.

Besonders ärgerlich: Argentinien und Norwegen schonten im dritten Gruppenspiel ihre Stars, sodass das erwartete Duell zwischen Kylian Mbappé und Erling Haaland ausfiel. „Das von der Fifa aufgeblähte Mega-Turnier hat nach meinem Geschmack Vorurteile bestätigt“, schreibt Draxler.

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Vorbild Champions League

Draxler schlägt vor, die Gruppenphase nach dem Vorbild der reformierten Champions League umzugestalten. Die europäische Königsklasse habe eine neue Ligaphase eingeführt, die für mehr Spannung und frühe Kracherspiele sorge. Alternativ seien Dreiergruppen denkbar, in denen die beiden Besten weiterkommen und jedes Spiel notfalls im Elfmeterschießen entschieden wird. „Das wären echte WM-Revolutionen!“, so Draxler.

Ein alter Freund aus der Bundesliga habe ihm geschrieben: „Geht doch eh erst mit der K.o.-Runde los.“ Dem stimmt Draxler zu, betont aber: „Es geht auch anders!“ Er fordert die Fifa auf, über eine Reform nachzudenken, um die WM attraktiver zu machen.

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