Trump und Infantino feiern WM-Erfolg
US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino haben sich kurz vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 euphorisch über den bisherigen Turnierverlauf geäußert. Beide erklärten vor dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford, es handele sich um ein Event historischen Ausmaßes. Trump schwärmte bei einem FIFA-Empfang in New York: „Das war das erfolgreichste Sportevent, vielleicht in der Geschichte der Welt. Es war großartig.“ Der US-Präsident deutete zudem eine erneute Bewerbung seines Landes an: „Ich sage, wir sollten wieder die USA auswählen. Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada draußen.“
Infantino: „Größtes menschliches Ereignis“
Infantino sprach von der „großartigsten WM der Geschichte“ und betonte: „Es ist das größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat, und wir alle sind Teil davon.“ Als Beleg führte er die Zuschauerzahlen in den Stadien und vor dem Fernseher an. „Der amerikanische Traum, Herr Präsident, ist wahr geworden.“ Die WM in Kanada, Mexiko und den USA wird von beiden als großer Erfolg gewertet.
Yamal fit fürs Finale
Spaniens Trainer Luis de la Fuente gab ein Update zum Gesundheitszustand von Youngster Lamine Yamal. Der 17-Jährige hatte im Halbfinale gegen Frankreich einen schmerzhaften Schlag auf den Oberschenkel erhalten, für das Endspiel sei er aber topfit. „Das war schmerzhaft für ihn. Aus Vorsicht haben wir ihm Minuten zur Erholung gegeben. Es geht ihm gut heute, er hat mit der Mannschaft trainiert und er ist in optimaler Form“, sagte de la Fuente. Yamal hatte im Halbfinale den Elfmeter zur 1:0-Führung für Spanien herausgeholt.
Argentiniens Torwart mit gebrochenem Finger
Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft weiter mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. „Meine Hand tut immer noch jeden Tag weh“, sagte der 33-Jährige. Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt und den Ringfinger gebrochen. Dennoch gewann er mit Aston Villa gegen den SC Freiburg. Jeder Spezialist habe ihm zu einer Operation geraten, doch er entschied sich, sie hinauszuzögern.
Messi über legendäres Foto mit Yamal
Argentiniens Superstar Lionel Messi kann die Geschichte des gemeinsamen Fotos mit Spaniens Youngster Lamine Yamal vor knapp 19 Jahren selbst kaum glauben. „Es ist verrückt“, sagte er bei einer großen Fan-Messe in New York. „Damals habe ich ein Foto mit ihm gemacht, als er noch ein Baby war, und jetzt treffen wir in einem WM-Finale aufeinander.“ Die Bilder eines Fotoshootings aus dem Jahr 2007, die den damals 20-jährigen Messi zeigen, wie er den ein paar Monate alten Yamal in einer Plastikwanne badet, sind derzeit omnipräsent. Sie wurden für einen Wohltätigkeitskalender gemacht.
Tuchel kontert Kritik
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Kritik von Medien und Ex-Spielern nach dem WM-Scheitern im Halbfinale gekontert. „Wenn wir morgen gewinnen, ist es das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren. Es ist alles eine Frage der Perspektive“, sagte der Schwabe. Der Weltmeister von 1966 trifft in Miami Gardens im Spiel um Platz drei am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) auf Frankreich. Tuchel räumte ein, dass England zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Nachholbedarf habe: „Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu schließen.“
Selbst Donald Trump hatte sich in die Liste der Kritiker von Tuchels Taktik eingereiht. Der US-Präsident schwärmte beim FIFA-Empfang über Bayern-Stürmer Harry Kane und wunderte sich über dessen Rolle beim 1:2 gegen Argentinien: „Sie haben geführt und dann ihren besten Spieler in die Defensive gestellt.“



