Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, Kanada und den USA verzeichnet zwar mit über 6,2 Millionen Besuchern einen neuen Gesamtzuschauerrekord, bleibt jedoch hinter dem legendären Schnitt der WM 1994 zurück. Vor dem Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko am Freitagabend liegt der durchschnittliche Zuschauerwert bei 65.204 pro Spiel – deutlich weniger als die 68.991 Besucher pro Partie vor 32 Jahren. Selbst wenn die verbleibenden acht Begegnungen restlos ausverkauft wären, könnte dieser Schnitt nicht mehr erreicht werden.
Leere Plätze trotz hoher Auslastung
In der Gruppenphase sorgten Bilder von zahlreichen freien Plätzen für Diskussionen, insbesondere bei Spielen kleinerer Fußball-Nationen. Die FIFA widerspricht diesem Eindruck jedoch mit offiziellen Zahlen: Nach Angaben des Weltverbandes waren 99,7 Prozent aller verfügbaren Tickets für die bisherigen WM-Spiele belegt. Dennoch bleibt der optische Eindruck vieler leerer Sitzplätze, was auf eine hohe Zahl nicht genutzter Tickets hindeuten könnte.
Gesamtrekord durch Turniervergrößerung
Der neue Gesamtzuschauerrekord von 6.259.584 Besuchern nach 96 Partien ist maßgeblich der Aufstockung des Turniers geschuldet. Mit 48 statt 32 Teams und 104 statt 64 Spielen war ein neuer Höchstwert praktisch vorprogrammiert. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord von 1994 wurde mit nur 24 Mannschaften aufgestellt. Keines der Turniere mit 32 Teams zwischen 1998 und 2022 konnte die damalige Bestmarke von rund 3,5 Millionen Besuchern einstellen. Bereits nach dem letzten DFB-Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni hatte die WM 2026 mit 3.605.357 Stadionbesuchern die alte Marke übertroffen.
Aztekenstadion bleibt Publikumsmagnet
Die meisten Fans zog bislang das legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt an. Insgesamt 404.120 Zuschauer strömten dort zu den WM-Partien. Das traditionsreiche Stadion, das bereits die WM-Endspiele 1970 und 1986 beherbergte, bleibt damit auch 2026 ein großer Publikumsmagnet.



