Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 wird bereits jetzt als Rekordturnier geplant: Erstmals findet sie in sechs Ländern auf drei Kontinenten statt. Nun deutet FIFA-Präsident Gianni Infantino eine weitere Aufstockung der Teilnehmerzahl von 48 auf 64 Teams an. Diese Idee brachte er während der laufenden WM in den USA, Kanada und Mexiko ins Gespräch.
Infantino lässt 64-Team-Option prüfen
US-Präsident Donald Trump hatte Infantino nach der XXL-WM 2026 aufgefordert, das nächste Turnier noch größer zu gestalten. Infantino erklärte daraufhin, man werde nach der WM über eine Erweiterung „auf jeden Fall“ nachdenken. Die ganze Welt müsse von der WM träumen dürfen, nicht nur Europa und Südamerika. Besonders Vertreter aus Südamerika hatten eine Aufstockung gefordert. Infantino war bereits bei der WM 2022 in Katar mit dem Versuch gescheitert, die Teilnehmerzahl von 32 auf 48 zu erhöhen.
Ablauf der WM 2030: Jubiläumsspiele in Südamerika
Der Großteil des Turniers findet in Spanien, Portugal und Marokko statt. Zum 100-jährigen Jubiläum der ersten WM in Uruguay werden jedoch je ein Spiel in Argentinien (Buenos Aires), Paraguay (Asunción) und Uruguay (Montevideo) ausgetragen. Diese drei Partien sollen zu Beginn der WM stattfinden, damit die beteiligten Teams nach der Reise nach Europa und Afrika Zeit zur Akklimatisierung haben. Das zweite Spiel dieser Mannschaften ist elf bis zwölf Tage später geplant. Die WM ist vom 8. Juni bis 21. Juli 2030 angesetzt – mit 44 Tagen wäre es die längste WM der Geschichte.
Stadien und Kapazitäten
Die Planungen sehen sechs Stadien in Marokko, drei in Portugal und elf in Spanien vor. Die größten Arenen sind das umgebaute Camp Nou in Barcelona mit über 103.000 Plätzen und das neu gebaute Hassan-II-Stadion nahe Casablanca, das mit 115.000 Plätzen das größte Fußballstadion der Welt werden soll.
Reformierte Qualifikation in Europa
Die europäische Qualifikation wird an das Ligensystem der Europapokal-Wettbewerbe angepasst. Die besten 36 Teams der Nations League werden in drei Gruppen mit je zwölf Teams aufgeteilt. Jede Mannschaft bestreitet sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner, die Ergebnisse fließen in eine Gruppentabelle ein. Die besten Teams qualifizieren sich direkt, weitere Plätze werden über Playoffs vergeben. Die genaue Aufteilung steht noch aus. Die sechs Gastgeber sind automatisch qualifiziert.
Ausblick: WM 2034 in Saudi-Arabien
Durch das Rotationsprinzip konnten sich für die WM 2034 keine Bewerber aus Nord- und Mittelamerika, Europa, Afrika und Südamerika bewerben. Somit erhielt Saudi-Arabien den Zuschlag, zu dessen Verband FIFA-Präsident Infantino enge Verbindungen pflegt.



