Für Raúl Jiménez ist sein Stirnband längst zur Normalität geworden – für viele WM-Zuschauer bleibt es jedoch ein ungewohntes Bild. Der mexikanische Stürmer trägt ein dünnes Band um den Kopf, das über dem rechten Ohr ein größeres Schutzpolster an Ort und Stelle hält. Der 35-jährige Angreifer der Wolverhampton Wanderers muss seit einem schweren Zusammenstoß auf dem Fußballplatz und einer anschließenden Notoperation auf seine Narbe aufpassen.
Der Unfall im November 2020
Vor mehr als fünf Jahren krachte Jiménez im Premier-League-Duell seiner Wanderers mit dem FC Arsenal mit Gegenspieler David Luiz zusammen. Im November 2020 verlor er das Bewusstsein, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Der Schädelbruch und die Verletzungen am Gehirn waren lebensgefährlich. Jiménez erholte sich, gab im August 2021 sein Comeback und spielt seither mit dem Stirnband, um seine Narbe zu schützen.
Kopfballstark wie eh und je
Kopfbälle gehören weiter zu seinem Repertoire – so wie bei seinem Treffer zum 2:0 im WM-Eröffnungsspiel gegen Südafrika. In der 67. Minute drückte er den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Neun Minuten danach hatte er Feierabend und verfolgte den Rest der Partie von der Bank aus. Das Stirnband ist für ihn längst ein vertrauter Begleiter, der ihm Sicherheit gibt und es ihm ermöglicht, weiterhin auf höchstem Niveau zu spielen.



