Der Eröffnungstag der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt ist angebrochen. Die Sperrung rund um das Aztekenstadion zeigt vorerst Wirkung. Vorerst kein Chaos. Die Fans reisten früh an, und bereits Stunden vor dem Einlass bildeten sich lange Schlangen.
Lange Wartezeiten vor dem Stadion
Schon fünf Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels zwischen Mexiko und Südafrika warteten zahlreiche Fans geduldig vor den Toren des Aztekenstadions. Bestens gelaunt sangen sie oder warteten einfach, bis die Türen um 09.00 Uhr Ortszeit geöffnet wurden. Viele trugen typische regionale Outfits. Das Spiel beginnt um 13.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr im ZDF und bei Magenta TV).
Sperrbezirk und Polizeiaufgebot
Durch den Sperrbezirk rund um den Fußball-Tempel, in dem zum dritten Mal eine WM eröffnet wird, gelangten nur wenige Autos in die Nähe des Stadions. Die Zufahrtsstraßen waren im Umkreis von etwa 1,6 Kilometern vollständig gesperrt. Ein großes Polizeiaufgebot sicherte die Maßnahme ab.
Proteste und Blockaden als Hintergrund
Grund für die sogenannte „Letzte Meile“ sind drohende Proteste, Demonstrationen und Blockaden. Die Stimmung in der Metropole am Fuße des Popocatépetl war in den Tagen vor dem Eröffnungsspiel – einer Neuauflage des ersten Matches bei der WM 2010 in Südafrika (1:1) – angespannt. Ausgelöst wurde dies vor allem durch die Proteste und teilweise gewaltsamen Demonstrationen der radikalen Lehrergewerkschaft CNTE. Immer wieder rückten Hundertschaften von Polizei und Nationalgarde aus.
Keine Lösung im Rentenkonflikt
Eine Lösung des seit fast 20 Jahren andauernden Konflikts um eine Rentenreform ist nicht in Sicht. Auch ein weiteres Treffen mit Regierungsverantwortlichen weniger als 24 Stunden vor dem Anpfiff des Mexiko-Spiels blieb ergebnislos. Um das Auftaktspiel und die anderthalb Stunden vorher beginnende Eröffnungsfeier abzusichern, richteten die Behörden die „Letzte Meile“ ein. Seit fünf Uhr morgens, acht Stunden vor Spielbeginn, sind die Zufahrtsstraßen eine Meile vor dem Stadion voll gesperrt. Nur autorisierte Fahrzeuge dürfen passieren. Der Rest muss die letzten 1,6 Kilometer zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen.



