Kurz vor dem WM-Viertelfinale zwischen Belgien und Spanien gibt es Zoff um Abwehrspieler Zeno Debast. Der 22-Jährige laboriert an einer Oberschenkelverletzung, die er sich bei seinem Klub Sporting Lissabon zugezogen hatte. Nun wirft der belgische Verband (RBFA) dem portugiesischen Erstligisten vor, Debast kurzfristig für nicht spielfähig erklärt zu haben – obwohl die Ärzte der Nationalmannschaft ihn offenbar für einsatzbereit halten.
Verband wirft Klub Blockade vor
In einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag heißt es: „Zeno Debast wird für das Viertelfinale nicht zur Verfügung stehen. Sein Verein Sporting CP hat dem Spieler mitgeteilt, dass er aus medizinischer Sicht nicht einsatzfähig ist. Diese Einschätzung unterscheidet sich von der unseres medizinischen Teams sowie der medizinischen und versicherungstechnischen Instanzen der Fifa.“ Der Verband macht deutlich, dass er die Entscheidung des Klubs für falsch hält.
Debast hatte sich die Verletzung noch bei Sporting zugezogen und verpasste deshalb den WM-Auftakt. Erst Ende Juni kehrte er ins Mannschaftstraining zurück, nachdem Belgien bereits den Gruppensieg perfekt gemacht hatte. Bei der Weltmeisterschaft kam Debast bislang noch keine einzige Minute zum Einsatz und trainiert derzeit individuell.
Treffen in Los Angeles geplant
Ganz entschieden scheint die Sache aber noch nicht. Eine Quelle aus dem Umfeld von Sporting erklärte gegenüber The Athletic, dass der Klub täglich mit dem belgischen Verband über Debasts Zustand im Austausch stehe. Außerdem sei vor dem Viertelfinale in Los Angeles ein Treffen zwischen beiden Parteien geplant. Dabei soll Debasts Fitness erneut bewertet und über das weitere Vorgehen entschieden werden.
Für Belgien wäre sein Ausfall ein Rückschlag. Trotz seiner erst 22 Jahre hat der Innenverteidiger schon 26 Länderspiele auf dem Konto und gehörte schon bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar zum belgischen Aufgebot. Das Viertelfinale gegen Spanien findet heute Abend um 21 Uhr statt und wird live im ZDF, bei Magenta TV sowie im BILD-Liveticker übertragen.



