„Bares für Rares“: Silbernes Compotier erzielt das Dreifache des Wunschpreises
Silbernes Compotier erzielt das Dreifache des Wunschpreises

Ein kunstvoll verziertes silbernes Compotier mit Glaseinsatz hat in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ am 10. Juli 2026 für eine Überraschung gesorgt. Die beiden Schwestern Sylke und Tina, die das Stück bei einer Haushaltsauflösung erworben hatten, erhofften sich ursprünglich 500 Euro. Am Ende erhielt die Händlerin Susanne Steiger den Zuschlag für 1.440 Euro – fast das Dreifache des Wunschpreises.

Expertin Wendela Horz schätzt das Compotier auf bis zu 1.500 Euro

Die Expertin Wendela Horz (56) ordnete das Compotier in die Zeit um 1900 in Wien ein. Besondere Merkmale sind florale Durchbruchsarbeiten, ein gebogter Rand mit Perlmuster sowie eine Diana-Kopf-Punze, die auf 800er-Silber verweist. Der originale Glaseinsatz stammt vermutlich aus Böhmen. Obwohl der Silberschmied nicht eindeutig identifiziert werden kann, wird das Stück Hermann Südfeld zugeschrieben. Trotz kleiner Makel und einiger Chips am Glasrand befindet sich das Compotier in einem guten Zustand. Die Expertin taxierte den Wert auf 1.300 bis 1.500 Euro, wobei allein der Silberankaufswert bei 1.100 Euro liegt.

Bietergefecht im Händlerraum: Susanne Steiger sichert sich das Stück

Im Händlerraum startete das Bieten bei 500 Euro und stieg rasch auf 1.000 Euro. Mehrere Händler zeigten Interesse, sodass der Bietstreit bis zum Schluss offen blieb. Am Ende erhielt Susanne Steiger für 1.440 Euro den Zuschlag. Die Verkäuferinnen zeigten sich hocherfreut über den unerwartet hohen Erlös.

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Weitere Raritäten der Sendung vom 10. Juli 2026

Neben dem Compotier wurden in der Sendung weitere bemerkenswerte Stücke präsentiert:

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  • Steiff-Teddybär: Die Sonderpädagogin Mareike aus Köln brachte einen Teddybär aus dem Familienbesitz ihrer Großmutter mit. Das Modell wird auf die Jahre 1922 bis 1925 datiert und von der Expertin auf 2.500 bis 3.000 Euro geschätzt.
  • Zwei Türgriffe aus Bronze: Das Vater-Sohn-Duo Claudius und Walter aus Saarburg präsentierte zwei Bronzegriffe aus den 1970er Jahren, die von der Tür eines früher angepachteten Hauses stammen. Schätzung: 600 bis 800 Euro.
  • Demi-Parüre von Christian Dior: Hans Beckmann aus Bad Honnef zeigte ein Collier-Broschen-Set aus dem Jahr 1961, inklusive Originalkarton. Schätzung: 600 Euro.
  • Zwei Haarschneidemaschinen: Laura aus Solingen brachte zwei mechanische Geräte von Alcoso aus den 1960er Jahren mit Zubehör mit. Schätzung: 50 Euro.
  • Tischleuchte „Capriccio“: Der Zootierpfleger Detlef aus Sankt Augustin präsentierte eine Leuchte von 1919 mit einer Porzellanfigur einer Tänzerin. Das Stück wurde restauriert, weist aber einen Riss unter dem Kopf auf. Schätzung: 300 bis 400 Euro.

Ob und zu welchen Preisen die weiteren Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.