WM-Schiri Rob Dieperink stirbt mit 38 Jahren
WM-Schiri Rob Dieperink stirbt mit 38

Der niederländische Fußballschiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Diese traurige Nachricht gab der niederländische Fußballverband KNVB am Montag bekannt. Die Polizei äußerte sich mit Verweis auf die Privatsphäre nicht zur Todesursache.

Aus für WM-Traum kurz vor Turnierstart

Dieperink war erst Mitte Mai in die Schlagzeilen geraten, als die FIFA ihn nur einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026 aus dem Schiedsrichterkader strich. Eine offizielle Begründung für diesen Schritt gab der Weltverband nicht. Zuvor waren Ermittlungen gegen Dieperink wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung eingestellt worden.

Ursprünglich sollte der Referee bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko als Video-Assistent (VAR) zum Einsatz kommen. Nach Informationen der Portale "The Athletic" und "De Telegraaf" war Dieperink vorgeworfen worden, in London einen Minderjährigen sexuell genötigt zu haben. Der Niederländer sei daraufhin festgenommen worden. Die polizeilichen Ermittlungen, bei denen auch Videomaterial ausgewertet wurde, seien jedoch mangels Beweisen eingestellt worden.

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KNVB trauert um geschätzten Kollegen

Der KNVB reagierte bestürzt auf den Tod des Unparteiischen. "Mit Bestürzung und großer Trauer haben wir vom Tod von Rob Dieperink erfahren", teilte der Verband mit. Man verliere "einen geschätzten Schiedsrichter mit internationaler Erfahrung, wir aber vor allem einen lieben Kollegen". Die Gedanken seien bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden. "Wir wünschen ihnen viel Kraft und Stärke bei der Bewältigung dieses großen Verlusts."

Dieperink selbst hatte sich nach seiner Streichung vom WM-Aufgebot enttäuscht gezeigt. Gegenüber der "De Telegraaf" sagte er damals: "Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde." Er habe nach eigenen Angaben vollumfänglich mit der Polizei kooperiert sowie die FIFA, die UEFA und den KNVB über die Vorwürfe informiert. Der niederländische Verband hatte damals mitgeteilt, dass Dieperink weiterhin Spiele der Eredivisie leiten dürfe.

Karriere und Ausblick

Rob Dieperink galt als einer der aufstrebenden Schiedsrichter in den Niederlanden und hatte sich durch konstante Leistungen für internationale Einsätze empfohlen. Sein Tod wirft noch viele Fragen auf, insbesondere zu den Umständen, die zu seiner vorzeitigen Abberufung von der WM führten. Der KNVB und die Polizei haben bislang keine weiteren Details bekannt gegeben.

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