Wolfsburger Fußballerinnen patzen gegen Union Berlin: Remis kostet Meisterschaftshoffnungen
Wolfsburg patzt gegen Union Berlin: Remis kostet Meisterschaftshoffnungen

Wolfsburger Fußballerinnen patzen gegen Union Berlin: Remis kostet Meisterschaftshoffnungen

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben in der Bundesliga erneut wertvolle Punkte verschenkt und damit ihre ohnehin schwindenden Meisterschaftsambitionen weiter geschwächt. Das Team von Trainer Stephan Lerch kam am Samstag nur zu einem enttäuschenden 3:3 (1:1) gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin. Vor 3.517 Zuschauern in Wolfsburg zeigten die VfL-Frauen eine schwache Leistung, die den Titelverteidiger FC Bayern München in eine komfortable Position bringt.

Bayerns Vorsprung wächst auf 13 Punkte

Mit diesem Unentschieden baute der FC Bayern München seinen Vorsprung an der Tabellenspitze bei noch fünf ausstehenden Spielen auf satte 13 Punkte aus. Die Münchnerinnen hatten am selben Tag ein souveränes 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg erreicht und stehen damit dicht vor dem erneuten Triumph in der Frauen-Bundesliga. Für Wolfsburg bedeutet dieses Ergebnis eine herbe Enttäuschung im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Misslungene Generalprobe für Champions League

Besonders bitter für die Wolfsburgerinnen: Die Partie gegen Union Berlin galt als wichtige Generalprobe für das entscheidende Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League am Donnerstag bei Olympique Lyon. Ohne die verletzte frühere DFB-Kapitänin Alexandra Popp vermasselten die VfL-Frauen diese Vorbereitung komplett. Das Hinspiel gegen Lyon hatten die Wolfsburgerinnen noch mit 1:0 gewonnen, doch die aktuelle Form gibt Anlass zur Sorge vor dem wichtigen Europapokal-Duell.

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Dramatischer Spielverlauf mit Eigentor und Feldspielerin im Tor

Das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Drama: Union Berlin ging durch Hannah Euerlings in der 43. Minute in Führung. Nationalspielerin Janina Minge glich kurz vor der Halbzeitpause mit einem Volleyschuss zum 1:1 aus. In der 62. Minute folgte dann ein folgenschwerer Eigentor von Camilla Küver, die erst vergangene Woche ihren Vertrag beim VfL verlängert hatte. Ihre missglückte Rückgabe führte zum 1:2 für die Gäste.

Jenny Hipp baute den Vorsprung für Union Berlin in der 78. Minute auf 1:3 aus, ehe Küver auf der anderen Seite wenigstens auf 2:3 verkürzte. Die Situation eskalierte vollends, als DFB-Torhüterin Stina Johannes in der 87. Minute die Rote Karte wegen einer Notbremse sah. Da Wolfsburg bereits alle fünf Auswechslungen getätigt hatte, musste Feldspielerin Janina Minge für die verbleibenden Minuten ins Tor. In der Nachspielzeit gelang Judit Pujols dann doch noch der späte Ausgleich zum 3:3.

Sportliche und personelle Konsequenzen

Dieses enttäuschende Ergebnis wirft Fragen zur aktuellen Form der Wolfsburgerinnen auf. Sportchef Ralf Kellermann und Trainer Stephan Lerch stehen vor der schwierigen Aufgabe, ihre Mannschaft mental auf das wichtige Champions-League-Spiel gegen Lyon vorzubereiten. Die verletzungsbedingte Abwesenheit von Alexandra Popp wurde in dieser Partie schmerzlich spürbar, und die defensive Schwäche könnte sich im Europapokal als fatal erweisen.

Für Union Berlin bedeutet das Unentschieden einen weiteren Achtungserfolg in der Aufstiegssaison. Die Berlinerinnen zeigten Kampfgeist und nutzten die Chancen, die ihnen die nervöse Wolfsburger Defensive bot. Für Wolfsburg hingegen wird deutlich: Die Meisterschaft ist praktisch verloren, und alle Hoffnungen konzentrieren sich nun auf den Europapokal.

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