Union Berlins Präsident Zingler: Drei Ziele und drei Probleme für die Zukunft
Union Berlins Präsident Zingler: Drei Ziele und drei Probleme für die Zukunft

Dirk Zingler, seit 2004 Präsident des 1. FC Union Berlin, wurde kürzlich für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Der 60-Jährige führte den Klub bis in die Champions League, doch nun stehen große Herausforderungen bevor. Zingler betont: „Wir haben vier Jahre vor uns, die richtungsweisend sein werden.“

Das wichtigste Langzeitprojekt ist der Stadionausbau. Die Alte Försterei soll von 22.012 auf 40.500 Plätze erweitert werden, um den Standortnachteil des kleinen Stadions auszugleichen. Zingler bezeichnet dies als „Generationenentscheidung“ für die nächsten 30 bis 40 Jahre. Auch das Klubgelände und die Trainingsstätten werden modernisiert.

Zingler setzt sich zudem für die Professionalisierung des Frauenfußballs ein. Union investiert Millionen in die Frauenabteilung, zahlt nach dem Bundesliga-Aufstieg hohe Gehälter. Ziel ist es, den deutschen Frauenfußball attraktiver zu machen. Im Nachwuchsbereich hofft Zingler auf bessere Durchlässigkeit durch das neue Trainingszentrum Oberspree, das 25 Millionen Euro kostete und Platz für 18 Talente im Internat bietet.

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Doch es gibt Probleme: Der Stadionausbau verzögert sich seit 2017. Union wartet auf die Zustimmung der Politik und des Olympiastadions, das während der Bauphase als Ausweichspielstätte dienen soll. Olympiastadion-Boss Timo Rohwedder hofft auf Klarheit in den kommenden Wochen. Zingler mahnt: „Vielleicht kriegen wir jetzt Tempo rein.“

Ein weiteres Problem ist die Sponsorensuche. Der Vertrag mit Hauptsponsor HomeToGo läuft Ende Juni aus. Union will eine leere Trikotbrust wie in der Vorsaison vermeiden, die mehrere Millionen kostete. Die Suche wird durch die Abhängigkeit von regionalen, oft finanzschwächeren Partnern erschwert. Zingler zeigt sich optimistisch: „Die Signale, die ich bekomme, sind sehr positiv.“

Die Bundesliga-Zugehörigkeit ist das Fundament aller Projekte. Nach dem Aufstieg 2019 kämpfte Union in den letzten zwei Saisons gegen den Abstieg. Zingler weiß: „Wir können die drei internationalen Jahre nicht zum Standard machen.“ Dennoch soll der Klub mit ausgebautem Stadion und moderner Infrastruktur langfristig höhere Sphären erreichen. Am Ende seiner Amtszeit 2029 wird sich zeigen, ob Zingler seine Ziele erreicht hat.

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