Zverev und Sabalenka fordern Aufhebung des Hundeverbots in Wimbledon
Zverev will Hundeverbot in Wimbledon kippen

Wimbledon wäre nicht Wimbledon, wenn es wie jedes andere Tennisturnier wäre. Alle müssen in Weiß spielen, wegen der Anwohner ist selbst bei bestem Wetter und Dach um 22.30 Uhr Schluss, die Matches in den beiden großen Arenen beginnen erst um 13 und 13.30 Uhr, weil die feinen Herrschaften aus dem All England Law Tennis & Croquet Club erst noch in Ruhe Mittagessen wollen – und Hunde dürfen nicht auf die Anlage. Gegen Letzteres regt sich nun Widerstand, da sehr viele Spielerinnen inzwischen einen Vierbeiner gegen die Einsamkeit auf der Tour an ihrer Seite haben. Bei den Männern ist nur einer mit diesem Hobby auffällig: Alexander Zverev (29).

Zverevs vier Hunde und die Regelwidrigkeit

Der Hamburger hat gleich deren vier. Zwei Pudel namens Lövik und Junior, die offiziell den Eltern gehören, und das Geschwisterpaar Mishka und Buba, zwei Dackel. Als der Hund seiner Freundin Sophia Thomalla (36) vergangenes Jahr starb, schenkte er ihr Mishka, doch der wollte lieber bei Herrchen sein. Als süße „Revanche“ schenkte Thomalla ihrem Liebsten nun Buba, der seitdem jedoch vor allem mit der Moderatorin unterwegs ist. Buba ist in London gar nicht dabei, weil Frauchen arbeiten muss. Aber die anderen drei könnten, dürfen aber nicht an die Church Road kommen.

Zverev sagt nun: „Ja, das wäre schön, wenn sie die Erlaubnis hätten.“ Im selben Atemzug nennt er gleich eine Schwierigkeit. „Ich glaube, den Hunden würde das Gras viel besser gefallen als die Sandplätze in Roland Garros. Das könnte ein kleines Problem werden. Sie fühlen sich auch zu Hause auf dem Rasen im Garten sehr wohl“, berichtet er von den Erlebnissen zu Hause. In Wimbledon hat er ein Haus mit der Familie gemietet, wie es viele Top-Stars in den zweieinhalb Wochen hier tun.

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Sabalenka plädiert für gut erzogene Hunde

Zuvor hatte sich schon die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka (28) für die Aufhebung des Hundeverbots ausgesprochen. „Ich kann verstehen, warum sie diese Entscheidung getroffen haben. Wenn der Hund in diesem historischen Gebäude etwas anstellt, wird es wohl einige Zeit dauern, es zu ersetzen. Wahrscheinlich befürchten sie Schäden im Inneren“, so die Belarussin mit Blick auf das Clubhouse und das historische Interieur. Sie ist sich jedoch sicher: „Unsere Hunde sind alle sehr gut erzogen. Sie würden in diesem schönen Gebäude nichts anstellen. Das müssen wir ändern.“

Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin reist mit dem Cavalier King Charles Spaniel Ash um die Welt, dem sie auch eigene Akkreditierungen besorgt. „Es tut mir manchmal einfach weh, ihn allein zu Hause zu lassen. Er hängt sehr an mir. Er leidet darunter, allein zu sein. Das schmerzt mich wirklich. Er ist wie ein kleines, flauschiges Wesen, das ständig kuscheln und geliebt werden will. Mit ihm in den Park spazieren zu gehen, ist für mich wie eine Art Meditation.“ Dann bittet sie lächelnd: „Wimbledon, bitte, ich flehe euch an, lasst die Hunde rein!“

Ausblick auf mögliche Änderungen

Ob Zverev und Sabalenka erhört werden, darauf darf man gespannt sein. Sie werden den Großteil der Kollegen hinter sich haben. Die Diskussion um das Hundeverbot in Wimbledon zeigt, wie sehr sich die Tenniswelt verändert hat – und wie sehr die Spieler ihre tierischen Begleiter vermissen, wenn sie auf dem Rasen in London um den Titel kämpfen.

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