Füchse Berlin siegen souverän: Welthandballer Gidsel flickt sich mit Ballpumpen-Nadel
Füchse Berlin siegen: Gidsel flickt sich mit Ballpumpen-Nadel

Füchse Berlin setzen Siegesserie fort – Gidsel wird zum Improvisationskünstler

Die Füchse Berlin haben in der Daikin Handball-Bundesliga einen weiteren souveränen Auswärtssieg gefeiert. Beim Aufsteiger Bergischer HC setzten sich die Hauptstädter mit 35:28 (17:13) durch und blieben damit bereits seit neun Spielen in allen Wettbewerben ungeschlagen. Besonders beeindruckend zeigte sich einmal mehr Welthandballer Mathias Gidsel, der nicht nur neun Tore erzielte, sondern auch durch eine ungewöhnliche Improvisation am Spielfeldrand für Aufsehen sorgte.

Gidsels unkonventionelle Pflasterreparatur mit Ballpumpen-Nadel

In der siebten Spielminute musste der dänische Nationalspieler ungeplant an den Spielfeldrand. Grund war ein verrutschtes Fingerpflaster an seiner linken Wurfhand, das er sich erst vor wenigen Tagen nach einem zu scharfen Pass von Teamkollege Lasse Andersson zugezogen hatte. Anstatt auf medizinisches Personal zu warten, griff der 27-Jährige zu einer kreativen Lösung: Er nahm eine Ballpumpen-Nadel, fädelte damit im besten Do-it-yourself-Stil einen Pflasterstreifen durch die Finger und sorgte so für besseren Halt. Nur für die abschließende Schleife benötigte der improvisierende Superstar dann doch die Unterstützung von Physiotherapeut Olaf Wehmer, bevor er wieder ins Spielgeschehen eingriff.

Wildes Spiel mit deutlicher Führung und kurzem BHC-Aufbäumen

Das Spiel entwickelte sich zunächst deutlich zugunsten der Berliner, die nach 38 Minuten bereits mit sieben Toren führten (24:17). Mathias Gidsel traf in gewohnter Manier regelmäßig, während seine Kollegen zunächst Schwierigkeiten hatten, den Ball im Tor unterzubringen. Zum Ärger von Trainer Nicolej Krickau wurde die Mannschaft im Spielverlauf jedoch etwas schlampiger, was der Bergische HC zu nutzen wusste. Der Aufsteiger kam auf 25:21 (43. Minute) heran und legte sogar einen 6:0-Lauf hin (25:23/47. Minute).

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Die Füchse blieben daraufhin neun Minuten ohne Tor, ehe Linksaußen Tim Freihöfer mit seinem Treffer zum 26:23 (48. Minute) die Mannschaft erlöste. Insgesamt erzielte Freihöfer an diesem Abend elf Tore. Trotz der fahrlässigen Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit schaukelten die Berliner den Sieg routiniert über die Zeit. Kapitän Max Darj kommentierte nach dem Spiel: „Dass es noch einmal so eng wurde, war komplett unnötig. Am Ende hatten wir die größere individuelle Klasse.“

Unterbrochene Konzentration und professionelle Reaktion

Die ungewöhnliche Pflasterreparatur von Mathias Gidsel unterstrich nicht nur seine praktische Herangehensweise an Probleme, sondern zeigte auch, wie Profisportler selbst in unvorhergesehenen Situationen Lösungen finden. Während sich der Bergische HC noch über seinen letzten Treffer ärgerte, konzentrierte sich der Welthandballer bereits auf die nächste Aufgabe – und zwar mit den einfachsten Mitteln, die gerade zur Verfügung standen. Diese Episode symbolisierte in gewisser Weise den gesamten Spielverlauf: Die Füchse Berlin fanden stets Antworten auf die Herausforderungen des Abends und bewiesen damit ihre mentale Stärke und Anpassungsfähigkeit.

Mit diesem Sieg festigen die Berliner ihre Position in der Bundesliga und demonstrieren erneut, warum sie zu den Top-Teams der Liga zählen. Die Kombination aus individueller Klasse, wie sie Mathias Gidsel verkörpert, und kollektiver Stärke macht die Mannschaft zu einem ernstzunehmenden Titelanwärter. Die ungewöhnliche Ballpumpen-Nadel-Aktion wird den Fans sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben – als Symbol für den Pragmatismus und die Siegesmentalität, die diese Mannschaft auszeichnet.

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