Handball-Kuriosität: Torwart verlässt mitten im Spiel die Halle
In einem außergewöhnlichen Moment der Daikin Handball-Bundesliga sorgte Stuttgarts Torwart Mateusz Kornecki für großes Aufsehen. Mitten in der Partie gegen die TSV Hannover-Burgdorf verließ der polnische Keeper plötzlich das Spielfeld und rannte in Richtung Kabine.
Verwirrung bei Fans und Kommentatoren
Die ungewöhnliche Szene ereignete sich in der 38. Spielminute, als Kornecki ohne ersichtlichen Grund die Halle verließ. Verwirrung machte sich unter den Zuschauern breit, bis Dyn-Kommentator Götz die Situation aufklärte: „Sachen gibt’s! Jetzt haben wir gerade gehört, dass er neue Schuhe braucht. Irgendwas ist da kaputtgegangen.“
Nur 40 Sekunden später kehrte der Torwart zurück und schnürte sich auf der Bank neue Schuhe. Götz kommentierte trocken: „Ich sehe da unten: Er ist zurück. Mit neuem Schuhwerk. Hoffentlich passt’s. Da isser. Und die Schuhe – schick!“
Wichtiger Sieg für Stuttgart im Abstiegskampf
Trotz dieser kuriosen Unterbrechung gelang dem TVB Stuttgart ein wichtiger 35:34-Heimsieg gegen Hannover-Burgdorf. Dieser Erfolg beendete eine kleine Negativserie, nachdem Stuttgart zuvor die letzten vier direkten Duelle gegen die Niedersachsen verloren hatte.
Für die Gäste aus Hannover rücken die Europa-Plätze mit dieser Niederlage weiter in die Ferne, während Stuttgart im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Punkte sammelte.
Spannende Partie mit dramatischem Finale
Das Spiel bot von Beginn an Spannung. Schon zur Halbzeit führte Stuttgart mit 18:15 und setzte damit ein deutliches Statement. Hannovers Leif Tissier analysierte zur Pause: „Wir kriegen nicht so den Zugriff. Zu viele technische Fehler, durch die wir Stuttgart einladen. So kannst du keine Spiele gewinnen.“
In der zweiten Halbzeit sorgte eine Verletzung von Hannover-Keeper Simon Gade für Aufregung. Der Torhüter erhielt einen Wurf voll ins Gesicht, musste behandelt werden und verließ mit einem Eisbeutel am Kopf das Feld.
Dramatisches Finale mit knappem Ausgang
Die Schlussphase entwickelte sich zum echten Krimi. Stuttgart lag fast durchgehend in Führung, musste in den letzten Minuten aber gewaltig zittern. 133 Sekunden vor Spielende gelang Hannover sogar der Ausgleich zum 33:33.
Was folgte, war ein packender Schlagabtausch: Stuttgart antwortete mit dem 34:33, Hannover glich erneut aus zum 34:34. In der 59. Minute erzielte Patrick Zieker von Außen das entscheidende 35:34 für die Gastgeber.
Hannover griff noch einmal an, doch Renars Uscins traf nur die Latte. Ein letzter Freiwurf von Marian Michalczik scheiterte an der Abwehr – das Spiel war entschieden.
Persönliche Note zwischen den Teams
Im Vorfeld des Spiels hatte Hannovers sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen im TV-Interview über sein besonderes Verhältnis zu Stuttgart-Star Kai Häfner gesprochen: „Mein ehemaliger Zimmergenosse. Insofern wünsche ich ihm immer 32 hervorragende Bundesliga-Spiele und bei zweien soll er sich ein bisschen zurückhalten.“
Christophersen bezog sich dabei auf die beiden direkten Duelle zwischen den Teams. Nach Hannovers 28:22-Heimsieg im Hinspiel hielt sich Häfner tatsächlich zurück – ob er es im Rückspiel ebenfalls schaffen würde, blieb offen.
Die kuriosen Momente beschränkten sich nicht nur auf Korneckis Schuhwechsel. Schon vor Spielbeginn hatte Kommentator Markus Götz über eine Großaufnahme von Gäste-Coach Juan Carlos Pastor gescherzt: „Auch von hinten, finde ich, erkennt man ihn. Ja, es ist Juan Carlos Pastor.“



