US-Visa erteilt: Iran darf doch an der WM teilnehmen
US-Visa erteilt: Iran darf doch an der WM teilnehmen

US-Visa erteilt: Iran darf doch an der WM teilnehmen

Die iranische Nationalmannschaft wird trotz des anhaltenden Kriegs mit den USA offenbar tatsächlich an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen können. Wie US-Beamte bestätigten, erhält das Team die lang ersehnten Visa für die Vereinigten Staaten. Damit kann die Mannschaft von ihrem Trainingslager in Tijuana (Mexiko) in die USA einreisen. Bisher war dies alles andere als sicher gewesen.

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft war durch den Krieg mit Israel und den USA lange fraglich, zumal die Einreisegenehmigung zunächst ausblieb. Probleme bei der Visabearbeitung hatten den Iran bereits dazu veranlasst, das Trainingslager von Tucson (Arizona) nach Tijuana an der mexikanisch-kalifornischen Grenze zu verlegen. Ein US-Beamter bestätigte nun jedoch, dass Visa für sämtliche Spieler, Trainer und Betreuer ausgestellt wurden. Ob auch Anträge abgelehnt wurden, ist unklar. Die Iraner sollen ihre Pässe mit den Visa noch an diesem Wochenende zurückerhalten.

Tom Barrack (79), US-Botschafter in der Türkei, bedankte sich auf X für die Bearbeitung der Visa für die iranische Mannschaft: „Sport kennt keine Grenzen, und wir freuen uns darauf, Wettkämpfer und Fans aus aller Welt willkommen zu heißen.“

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Iran-Duell mit USA möglich

Momentan bereitet sich die Mannschaft noch in Antalya (Türkei) auf die WM vor, bevor es nach Mexiko geht. Die Einreisepapiere dafür hatte sie bereits von der mexikanischen Botschaft in Ankara erhalten.

Der Iran bestreitet seine ersten beiden Spiele in Inglewood nahe Los Angeles: Zunächst am 15. Juni gegen Neuseeland und sechs Tage später gegen Belgien. Anschließend reist das Nationalteam nach Seattle, um am 26. Juni gegen Ägypten anzutreten. Im Extremfall könnte es zu einem hochbrisanten Duell zwischen den USA und dem Iran auf dem Fußballplatz kommen! Sollten beide Teams in ihren Gruppen den zweiten Platz belegen, könnten sie am 3. Juli in Arlington (Texas) im Sechzehntelfinale aufeinandertreffen.

Trump hatte Iran von WM-Teilnahme abgeraten

Präsident Donald Trump (79) hatte dem Iran noch im März von einer Teilnahme am Turnier abgeraten. Er bezeichnete dies als „unangemessen“ und äußerte Bedenken hinsichtlich der „Lebenssicherheit“ der Spieler. Einen Tag später reagierte die iranische Nationalmannschaft und erklärte, niemand könne sie von der Teilnahme ausschließen.

Der iranische Kader wurde am Montag endgültig bekannt gegeben. 17 der nominierten Spieler kommen aus der heimischen Liga und haben aufgrund des Kriegs seit Februar kein Vereinsspiel mehr bestritten.

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