WM 2026: Berliner Forscher haben den Sieger bereits errechnet
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mithilfe statistischer Modelle simuliert und die Favoriten ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland nur geringe Chancen auf den Titel hat.
Drei Modelle, ein Ergebnis: Deutschland nicht vorn
Das Team um Ulrich Schneider, wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Statistik und Ökonometrie, analysierte insgesamt 13.000 Spiele und führte pro Modell 100.000 Simulationen durch. Die Modelle basieren auf den Methoden nach Dixon und Coles, Sofascore sowie dem Elo-Rating. Keines der Modelle sieht Deutschland als Sieger der WM 2026. Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Nationalmannschaft das Achtelfinale erreicht, liegt bei allen drei Modellen bei über 50 Prozent.
Gruppenphase: Deutschland trifft auf Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador
In Gruppe E spielt Deutschland zunächst gegen Curaçao. Das optimistischste Modell sieht einen Sieg mit 94-prozentiger Wahrscheinlichkeit vor und gibt eine Chance von 33,9 Prozent an, dass Deutschland mehr als vier Tore erzielt. Gegen die Elfenbeinküste beträgt die Siegwahrscheinlichkeit 62 Prozent, gegen Ecuador nur noch 41 Prozent.
Deutschlands Weg durch die K.o.-Runde
Laut allen Modellen erreicht Deutschland mit mindestens 94 Prozent Wahrscheinlichkeit das Sechzehntelfinale. Die Chancen auf das Achtelfinale liegen zwischen 53 und 63 Prozent. Im Viertelfinale wird es enger: Ein Modell gibt 25,4 Prozent, ein anderes 35,3 Prozent. Die Halbfinalchance beträgt 13,3 bis 20,9 Prozent, die Finalchance 6,1 bis 11,2 Prozent. Der Weltmeistertitel wird als äußerst unwahrscheinlich eingestuft: 2,5 bis 5,5 Prozent.
Favoriten: Spanien und Argentinien
Zwei der drei Modelle sehen Spanien als Sieger (Wahrscheinlichkeit 22,4 bzw. 19,6 Prozent), das dritte Modell setzt auf Argentinien (14 Prozent). Interessanterweise prognostizieren alle Modelle Spanien als torreichstes Team mit 13,52 bis 18,26 Toren.
Keine Prognose für Wetten
Die FU Berlin betont, dass die Simulationen ausschließlich Bildungs- und Unterhaltungszwecken dienen. Es handele sich weder um Prognosen noch um Empfehlungen für Sportwetten. Die Universität übernimmt keine Haftung für etwaige Verluste.



