Die heiße Phase der WM-Vorbereitung hat begonnen: Die deutsche Nationalmannschaft ist in Winston-Salem, North Carolina, gelandet. Bei Temperaturen von 31 Grad Celsius im Schatten erreichte der DFB-Tross das WM-Quartier. Der Flieger mit der Mannschaft setzte um 12.37 Uhr Ortszeit auf dem Privatflughafen „Smith Reynolds“ auf. Der Flug führte die Delegation aus Chicago in den Südosten der USA. Ab sofort gilt die volle Konzentration dem ersten Gruppenspiel am Sonntag um 19 Uhr MESZ in Houston gegen Curacao. Die Partie wird live in der ARD und bei MagentaTV übertragen.
Ankunft der DFB-Stars: Hitze und gute Laune
Nach der Landung mit der Fluggesellschaft „Breeze Airways“ (Flugnummer MX6301) wurden die Spieler und Betreuer von einer Hitzewelle empfangen. Als erster verließ DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64) die Maschine, einen kleinen Handgepäckkoffer in der Hand. Er stieg die Treppe hinab und betrat das Rollfeld. Direkt hinter ihm folgte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38), der eine weiße Cap und einen schwarzen Rucksack trug. Sportdirektor Rudi Völler (66) und der gesamte Trainerstab schlossen sich an. Auf dem Rollfeld warteten Vertreter der Stadt Winston-Salem, darunter Bürgermeister Allen Joines (78). Neuendorf nahm beim Händeschütteln unter anderem einen schwarz-weißen Deutschland-Schal entgegen.
Die Mannschaft kam mit kurzer Verzögerung. Trainingskeeper Jonas Urbig (22) stieg um 12.55 Uhr Ortszeit als erster Spieler aus, mit Sonnenbrille. Die Führungsspieler folgten: Kapitän Joshua Kimmich (31), dann Star-Keeper Manuel Neuer (40). Auch Hoffnungsträger Leroy Sané (30) war früh dabei, mit mehreren Taschen, Kappe und Sonnenbrille.
Modische Vielfalt bei den Stars
Die DFB-Stars präsentierten sich in schicken Anzügen. Zwei Varianten waren zu sehen: graue Hose mit grauem Jackett oder beide Teile in Dunkelblau. Darunter trugen die meisten ein weißes Shirt. Aufgrund der hohen Temperaturen verzichteten einige Spieler auf das langärmlige Oberteil. Auffällig war Mittelfeld-Star Felix Nmecha (25), der einen gestreiften Pullover trug.
Alle Spieler wirkten gelassen und gut gelaunt. Sie grüßten herzlich in Richtung der wartenden Personen. Hinter einem Zaun warteten rund 20 Fans in Trikots, die ihren Idolen zujubelten. Unter ihnen waren vor allem Bürger mit deutschen Wurzeln.
Der Weg ins Quartier: Kurzer Transfer und strenge Sicherheit
Die Stars schlenderten knappe hundert Meter zu einem schwarzen Bus ohne DFB-Branding. Der Umstieg dauerte keine 15 Minuten. Nachdem das kleine Gepäck verstaut war, setzte sich der Bus um 13.04 Uhr in Bewegung. Die Fahrt zum Team-Hotel dauerte nur elf Minuten über 4,2 Meilen. Das Quartier „Graylyn Estate“ liegt versteckt in einem großen Park. Die Zufahrt wird streng bewacht. Nachdem der Bus hinter dem Eingangstor verschwunden war, war von den DFB-Stars nichts mehr zu sehen.
Das Quartier: „Graylyn Estate“ – eine mittelalterliche Burg
Das Gebäude erinnert optisch an eine mittelalterliche Burg und verfügt über 85 individuell gestaltete Zimmer. Österreich-Star Konrad Laimer hatte zuletzt gescherzt, das deutsche Team sei in „Hogwarts“. Auf dem nur wenige Minuten entfernten Gelände der „Wake Forest University“ wird die Nationalelf während der WM trainieren. Zu Fuß wäre der Weg zu weit, mit dem Fahrrad dauert es etwa zehn Minuten durch einen Wald.
Die erste Trainingseinheit steigt am heutigen Montag um 18 Uhr Ortszeit. Bei der öffentlichen Einheit werden rund 3.000 Fans erwartet. Bei den heißen Temperaturen werden die Stars ordentlich ins Schwitzen kommen.



